Grüne verschenken Blütensamen

Beitrag gegen Insektensterben

Ascheberg

Insekten finden in aufgeräumten Gärten und Feldern nicht mehr genug Nahrung. Deshalb macht es Sinn, Blühstreifen und Blühflächen anzulegen. Dazu verschenken die Ascheberger Grünen entsprechendes Saatgut.

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Blühflächen in Gärten und an Wegstreifen sind wichtige Nahrungsquellen für Insekten. Foto: M. Wesselmann

Blühstreifen und Blühflächen für Insekten sind im Frühjahr ein Thema, das Kommunen, Landwirte und auch Privatpersonen und Firmen beschäftigt. Viele Menschen in Ascheberg versuchen, durch Blühpatenschaften einen Beitrag gegen das Insektensterben zu leisten. Bündnis 90/Die Grünen verschenkt daher am Samstag (8. Mai) Blütensamen, mit denen circa 2000 Quadratmeter bepflanzt werden können.

„In unseren aufgeräumten Gärten und Feldern finden Bienen, Käfer und Schmetterlinge nicht mehr genug Nahrung. Durch den Klimawandel kommt es zu einer zeitlichen Verschiebung der Blühphasen, sodass es im Laufe des Sommers Zeiten gibt, in denen die Insekten nur schwer ausreichend Nektar und Pollen finden. Weniger Insekten bedeuten auch weniger Vögel“, so die Ascheberger Grünen. Umso wichtiger sei es, an allen möglichen Orten kleine Blühflächen anzulegen mit insektenfreundlichen Pflanzen, die ein gutes Nahrungsangebot über den ganzen Sommer hinweg bieten.

Samen für wertvolle Bienenweide

Karin und Werner Sabe von den Ascheberger Grünen engagieren sich für den Umweltschutz und haben auf eigene Rechnung spezielles Saatgut gekauft. Das möchten sie am Samstag an möglichst viele Bürger verschenken, die im eigenen Garten einen Platz finden für eine kleinere oder größere Blühfläche. Das Saatgut ist in Tütchen mit je acht bis zehn Gramm verpackt. Das ist ausreichend für eine Beetfläche von fünf Quadratmetern. Es gibt Samen für einjährige Pflanzen, deren Blüten optisch stärker ins Auge fallen, und es gibt den mehrjährigen regionalen Samen. Dessen Blüten sind eine besonders wertvolle Bienenweide und brauchen über Jahre hinaus wenig Pflege, fallen aber nicht so stark auf durch Größe und Farbe.

Am Samstag (8. Mai) von 10 bis 12  können alle, die an diesem Projekt Interesse haben – unter Corona-Schutzbedingungen – bei nachfolgenden Adressen Samentütchen abholen: in Ascheberg bei Karsten Senne, Lambertusweg 7, und bei Werner Sabe, Uhrwerkerstraße 53; in Herbern bei der „Frau mit Jück“ im Ortszentrum; in Davensberg bei Karen Potthoff, Brabenderweg 17.

Für weitere Informationen zu der Blütensamen-Aktion stehen Werner Sabe,   0 25 93 / 70 25, und Marie Voß, 0 25 99 / 75 97 90, zur Verfügung.

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