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Schulleiterinnen Charlotte Bücker und Sabine Küter zur neuen Möglichkeit

„Die Lollitests sind sensitiver“

Ascheberg

Am Montag kommen sie: Die Lollitests für alle Grund- und Förderschulen in Nordrhein-Westfalen. Charlotte Bücker und Sabine Küter, die die Grundschulen in der Gemeinde Aschberg leiten, sind zuversichtlich. „Das ist ein Schritt in die richtige Richtung. Die Tests sind sensitiver.“

Bettina Laerbusch

Am 10. Mai sollen die Lollitests in allen Grund- und Förderschule zur Verfügung stehen. Foto: dpa

Charlotte Bücker, Leiterin der Lambertus-Grundschule/Schulverbund Ascheberg-Davensberg, ging am Mittwochmorgen davon aus, dass die Lollitests am kommenden Montag (10. Mai) genutzt werden können. Das Testen mit den bisherigen Schnelltests habe sich inzwischen gut eingespielt, dennoch ist die Schulleiterin froh, dass die sogenannten Lollitests jetzt kommen. Ihrer Kollegin Sabine Küter, Leiterin der Marienschule in Herbern, geht es da nicht anders. „Die Lollitests sind sensitiver. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung“, sagt sie.

Der Vorteil dieser Tests: Sie sind unkomplizierter in der Handhabung, es sind PCR-Tests, die aussagekräftiger sind, und diese Tests erlauben eine Pooltestung. Heißt: Alle Schüler eines Pools lutschen an je einem Stäbchen, diese kommen dann in einen Sammelbehälter – und der erreicht noch am selben Tag ein Labor. Spätestens bis zum nächsten Morgen, 6 Uhr, liegt den Schulen das Testergebnis vor. „Wenn sich das erst einmal eingespielt hat, gehe ich davon aus, dass das Ergebnis noch am Abend der Testung da sein wird“, so Sabine Küter.

Logistische Leistung

Charlotte Bücker spricht derweil am Mittwochmorgen am Telefon von einer großen – auch logistischen – Leistung, die da organisiert worden sei. Für an die 3800 Grund- und Förderschulen in NRW, nennt Sabine Küter Zahlen, werde es Tag für Tag organisiert, die Tests zu den Laboren zu bringen, die dann auch sofort die Auswertung vornähmen, so Charlotte Bücker.

Sollte ein Pooltest positiv sein, werden sofort die Eltern der betroffenen Poolkinder informiert. Sie bekommen am Tag der Testung, sagen wir es ist ein Montag, ihrer Kinder in der Schule auch einen Lollitest mit nach Hause. Im positiven Fall müssen sie mit ihrem Kind zu Hause noch einmal einen Lollitest machen und diesen Einzeltest dann mit Namen bis spätestens 9 Uhr am Tag nach der ersten Testung, also am Dienstag, in der Schule abgeben. Da in NRW Wechselunterricht erteilt wird, sind die Kinder sowieso am Dienstag nicht in der Schule, sodass am Mittwoch dann nur die negativ getesteten Kinder in die Schule gehen.

Von 8281 Einzeltests sieben positiv

„Aus der Erfahrung wissen wird, dass das äußerst selten passieren wird“, sagt Sabine Küter und blickt über Ascheberg und Herbern hinaus: Am Pilotprojekt in Köln seien 13 Grundschulen, zwei Förderschulen und sieben weiterführende Schulen beteiligt gewesen. „Von 8281 Einzeltests waren sieben positiv.“ Kinder beziehungsweise Eltern, die die bisherigen Tests ablehnen, gebe es vereinzelt, sagen beide Schulleiterinnen. Behutsames Vorgehen sei sehr wichtig. „Total geräuschlos“ sei das Testen erfolgt, so Küter. Ob es jetzt auch Eltern geben wird, die den Lollitest ablehnen? Noch wissen das die Schulleiterinnen nicht.

Die allermeisten Eltern, so Charlotte Bücker, hätten kein Problem mit dem Nasentest gehabt. Einige hätten Ständer aus Holz für die Testutensilien gebastelt. Ganz so kreativ waren die Eltern der Marienschule nicht: „Wir haben Duplosteine und Wäscheklammern benutzt“, sagt Sabine Küter hörbar schmunzelnd durchs Telefon.

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