1. www.azonline.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Ascheberg
  6. >
  7. Kreis sieht keine besondere Gefahr

  8. >

Erneuter Antrag auf Tempo 30 am Haselbüschken

Kreis sieht keine besondere Gefahr

Herbern

CDU, Freie Wähler und Grüne haben hat einen Antrag an den Kreis Coesfeld auf Tempo-30 am Herberner Haselbüschken auf den Weg gebracht – obwohl ein entsprechender Bürgerantrag bereits abgelehnt wurde. UWG und SPD argumentierten aus jeweils anderer Sicht gegen das Ansinnen.

Theo Heitbaum

Tempo 30 fordert die CDU fürs Haselbüschken in Herbern. Die Straßenverkehrsbehörde des Kreises Coesfeld hat einen entsprechenden Vorstoß eines Bürgers gerade abgelehnt. Foto: Isabel Schütte

Der Kreis Coesfeld hat das Ansinnen eines Bürgers bereits zurückgewiesen. Die Straßenverkehrsbehörde im Kreishaus mag dem Wunsch, die Geschwindigkeit am Herberner Haselbüschken und einem Teilstück des Altenhamms auf 30 Stundenkilometer zu begrenzen, nicht folgen. „Der Kreis sieht an der Stelle keine übermäßige Gefahrenlage“, zitierte Fachbereichsleiter Klaus van Roje jetzt im Fachausschuss aus dem Antwortschreiben.

Gefragt war van Roje in der Sporthalle Nordkirchener Straße, weil die CDU-Fraktion trotz des „Neins“ der Coesfelder Straßenverkehrsbehörde einen Antrag eingebracht hatte. „Wir sind von mehreren Bewohnern angesprochen worden. Auf beiden Wegen kommt der Verkehr aus einer Tempo-30-Zone und beschleunigt dann. Es kann nicht sein, dass dort 100 Stundenkilometer gefahren werden. Dort sind viele Spaziergänger und Radfahrer unterwegs“, erklärte Christian Krampe für die Christdemokraten.

Normalerweise, so van Roje, gebe er solche Anträge im Rathaus an die Ordnungsverwaltung weiter, die dann Vorschläge erarbeite. In diesem Fall sah der Verwaltungsmann aber keine Aussicht auf Erfolg: „Wir werden den Wunsch dennoch an den Kreis weitergeben.“ Gleichzeitig warb er für eine unaufgeregtere Sicht der Dinge: „Da fährt niemand 100 Stundenkilometer. Die Straßenverkehrsordnung schreibt zudem vor, dass man sich im Verkehr so zu verhalten hat, dass niemand gefährdet wird.“

Hendrik Wenner unterstützte den Vorstoß für die Freien Wähler. Elmar Hammwöhner empfahl hingegen für die SPD, dass man den Verkehr auf Anlieger begrenzen solle: „Das ist eine heimliche Umgehung. Wenn wir nur Anlieger zulassen, fällt 50 Prozent des Verkehrs weg.“ Dem widersprach CDU-Fraktionschef Thomas Franzke vehement: „Wir haben vorgeschlagen, dass das Haselbüschken eine Entlastungsfunktion für das Schulzentrum erhält.“ Seine Partei ist also für mehr Verkehr und hat in der vergangenen Legislaturperiode auch einen Antrag auf Ausbau des Haselbüschkens gestellt.

Aus Sicht von Christoph Koch (UWG) führt die Einzelmaßnahme nicht zum Ziel: „Wir müssen mit dem Verkehrskonzept für Aula, Schule und Altenhamm weiter kommen. Es wird Zeit, dass der versprochene Workshop stattfindet.“

Konsequenterweise sprach er sich gegen den Antrag aus, die Sozialdemokraten enthielt sich, so dass CDU, Freie Wähler und Grüne den Antrag mit elf Stimmen durchsetzten.

Startseite