Henrichmann im Gespräch mit Einzelhändlern

„Öffnen, so schnell es verantwortbar ist“

Ascheberg

Über die aktuelle Lage und politische Entscheidungen in der Corona-Pandemie sprach der Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann in einem Video-Gespräch mit Ascheberger Kaufleuten und Gastronomen. Diese äußerten auch, aber nicht nur Kritik.

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Im Gespräch mit Ascheberger Unternehmern: Der Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann (Mitte), der CDU-Gemeindeverbandsvorsitzende Maximilian Sandhowe (oben, r.) und die stellvertretende Ascheberger Bürgermeisterin Maria Schulte-Loh (2. Reihe, r.). Foto: Büro Henrichmann

Planbarkeit und Perspektiven, das wünschen sich viele Einzelhändler in der Corona-Pandemie. „Wir wollen öffnen, so schnell es verantwortbar ist“, unterstrich der Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann in einem Video-Gespräch mit Ascheberger Kaufleuten und Gastronomen.

Die Politik habe sich auf allen Ebenen stark dafür eingesetzt, dass der Kreis Coesfeld Modellregion werde. Der Impfturbo sei gezündet, positive Ergebnisse des Modellprojekts ermöglichten weitere Lockerungen, so Henrichmann. Die müssten aber vorsichtig erfolgen: „Ein Vorgehen wie in den Niederlanden mit höheren Infektionszahlen als bei uns ist nicht vertretbar.“

Gute Geschäfte trotz der Pandemie

Der CDU-Gemeindeverband hatte die Video-Schalte zwischen Henrichmann und dem Handel organisiert. Viele Kaufleute sprachen laut einer Pressemitteilung von durchaus guten Geschäften, trotz der Pandemie. Vielen fehlten aber Rechtssicherheit, klare Vorgaben und eine schnellere Kommunikation. „Das Hin und Her zwischen Bund und Ländern war dem nicht förderlich“, hieß es.

Dass manche Regelung kurzfristig getroffen wurde, räumte Henrichmann ein. „Eine Notbremse ist aber nur eine Notbremse, wenn sie mit kurzer Vorlaufzeit in Kraft tritt“, warb er für Verständnis. „Wir haben aber auch gelernt, dass wir in künftigen, ähnlichen Fällen mehr Planungssicherheit brauchen.“ Der Bundestag habe mit dem Infektionsschutzgesetz den Rahmen gesetzt.

Stärken des Föderalismus

Für die Umsetzung seien die Länder zuständig, begründete der Parlamentarier Unterschiede in den Regelungen. Der Föderalismus habe aber durchaus Stärken. „Abstufungen sind sinnvoll. Die Situation in Schleswig-Holstein oder Bayern ist nicht mit der im Industrieland Nordrhein-Westfalen gleichzusetzen“, erklärte Henrichmann.

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