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Projekt „Evolving Regions“ auf der Zielgraden

Die Klimafolgen in Griff kriegen

Kreis Coesfeld

Projektkoordinatorin Dr. Christine Heybl freut sich: „Es ist toll, dass wir nach 1,5 Jahren schon so viel erreicht haben.“ Sowohl eine weitreichende Vernetzung der teilnehmenden Experten des Klimafolgenanpassungsprojekt „Evolving Regions“ habe stattgefunden als auch bereits die Umsetzung einiger kleiner Projekte. Zum Schluss soll ein Fahrplan entstehen, wie in Zukunft im Kreis Coesfeld die Klimafolgenanpassung gestaltet werden kann und die Region insgesamt klimarobust wird. „Klimafolgenanpassung muss sich nun als wichtige Daueraufgabe in die Arbeitsprozesse integrieren“, erläutert Heybl.

Was tun gegen Klimafolgen wie Dürre? Damit beschäftigt sich das Projekt „Evolving Regions“, an dem der Kreis Coesfeld beteiligt ist. Foto: Foto: Kreis Coesfeld

Die Anpassung an die Klimafolgen ist neben dem Klimaschutz ein Thema, das der Kreis als immer wichtiger einschätzt. Hitze, Dürre, aber auch Starkregen- und Überflutungsereignisse forderten in Zukunft heraus und verlangten abgestimmte Strategien ab, so der Kreis in der Mitteilung. Im EU-geförderten Klimafolgenanpassungsprojekt „Evolving Regions“ haben nun Expertinnen und Experten aus Landwirtschaft, Stadtentwicklung, Naturschutz, Wissenschaft und Bildungssektor online miteinander diskutiert – über Klimaauswirkungen, Betroffenheiten und Möglichkeiten, dieser Entwicklung im Kreis Coesfeld entgegenzuwirken.

Die Beteiligung fiel fachlich breit aus, sowohl in den insgesamt 18 Arbeitsworkshops als auch in dem abschließenden Schlüsselakteursworkshop. Dabei haben die Teilnehmenden Visionen zu einem klimaangepassten Idealzustand der Region im Jahre 2040 entwickelt und darauf realistische Zielsetzungen abgestimmt. Es wurden detaillierte Maßnahmen ausgearbeitet, mit denen sich die Region auf die zu erwartenden Klimawandelfolgen vorbereiten kann: Wie kann zum Beispiel der Gebäudebestand klimaangepasst umgerüstet werden, etwa durch Maßnahmen zur Dachbegrünung, Beschattung oder der richtigen Ausrichtung eines Neubaus? Die Nutzung von Regen- oder Brauchwasser in Siedlungsgebieten, aber auch in der Landnutzung, war ein weiteres Thema.

Das Projekt und die Veranstaltungen werden in enger Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Dortmund und dem Deutschen Institut für Urbanistik betreut. Parallel zu den Workshops im Kreis Coesfeld wurde vom Raumplanungsinstituts der TU Dortmund eine Klimawirkungsanalyse erstellt. Damit lassen sich die besonders sensiblen Hotspots der Region identifizieren, die dann beispielsweise bei der Stadtplanung berücksichtigt werden können.   https://evolvingregions.com

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