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Lob, Nachfrage und Appelle im Kreisausschuss

„Ein Beitrag auch für andere Regionen“

Kreis Coesfeld. Konzerte in Lüdinghausen, mehr Trainingsmöglichkeiten für Sportvereine, Schwimmkurse für Kinder in Ascheberg, Bewegungen im Fitnessstudio in Havixbeck: Als erste Modellregion in NRW startet der Kreis Coesfeld nun mit ersten Projekten. Im Kreisausschuss gab es von der Politik Lob und Nachfrage. „Es kommt nicht von ungefähr, dass der Kreis Coesfeld bislang gut durch die Pandemie gekommen ist“, verwies CDU-Fraktionschef Klaus-Viktor Kleerbaum (Dülmen) auf die anhaltend vergleichsweise niedrigen Infektionszahlen mit dem Coronavirus im Kreis Coesfeld in NRW. Nun habe der Kreis die Chance, einen kleinen Beitrag auch für andere Regionen zu leisten. „Dieses eine Freibad, das hier unter Auflagen öffnet, wird Grundlagen für andere Freibäder bieten.“ Es gehe darum, Lösungen für den Weg aus der Pandemie zu finden. Henning Höne (Coesfeld) von der FDP bekräftigte: „Ziel war es nie, ein kleines Konjunkturprogramm zu entwickeln, sondern neue Erkenntnisse zu gewinnen.“ Die Besucherströme würden auch bei Konzerten deutlich reguliert. „Was wir eben nicht wollen, ist, dass die Projekte zu einem Anstieg der Infektionen beitragen“, betonte Höne. Die Grünen, die im Vorfeld eine Kreisausschuss-Sitzung mit dem Thema Modellregion gefordert hatten, appellierten, vorsichtig zu handeln. „Wir sollten vermeiden, von modellhaften Öffnungen in die Ausgangssperre zu rutschen“, warnte Grünen-Fraktionssprecher Norbert Vogelpohl (Coesfeld). Ihm wäre ein Start von Projekten erst bei einer Inzidenz von unter 75 wichtig gewesen und nicht von unter 100, wie es vom Land offiziell vorgesehen ist. „Wir standen neulich noch bei 99,3.“

Viola ter Horst

Der Kreis veranstaltet mehrere Konzerte. Auch schon voriges Jahr gab es einige unter Corona-Auflagen – die diesmal weiter verschärft werden. Foto: az

SPD-Fraktionschef Johannes Waldmann (Dülmen) verwies darauf, dass sich die Teilnehmer ihrer hohen Verantwortung bewusst seien. Er sei gespannt auf die Erkenntnisse, die sich zum Beispiel aus den Schwimmkursen für Kinder ergeben.

Über die Vorgehensweise sei mit den Bürgermeistern ausführlich diskutiert worden, betonte Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr. Die Teilnahme sei an strengen Auflagen gebunden. Der Kreis habe mit einer Allgemeinverfügung nun den rechtlichen Rahmen gesetzt. Darin sind die Projekte, die laufen sollen, aufgenommen. Unter welchen Inzidenzvoraussetzungen und wann genau sie nun starten, entschieden die Städte und Gemeinden. So hätten sich einige Akteure entschlossen, die Inzidenzen zunächst zu beobachten, etwa, weil im Nachbarkreis höhere Corona-Zahlen sind. Für die insgesamt vergleichsweise niedrigen Zahlen im Kreis lobte der Landrat auch die Bevölkerung. „Das alles ist eine Gemeinschaftsleistung von Bürgern und Krisenmanagement in den Rathäusern sowie weiteren Akteuren.“

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