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Schüleragentur Pictur gestaltet Info-Plakat für sieben Schwangerschaftsberatungsstellen im Kreis

Eins für alle

Kreis Coesfeld

Sieben Anlaufstellen gibt es im Kreis Coesfeld, wo Betroffene eine kostenlose Schwangerschaftsberatung erhalten. Viele wissen jedoch nicht einmal von einer. Damit sich das ändert, hat die Schüleragentur Pictur des Pictorius-Berufskollegs ein gemeinsames Plakat gestaltet, um auf die Beratungsangebote rund um die Themen Verhütung, unerfüllter Kinderwunsch, aber auch Pränataldiagnostik und Rechtsfragen aufmerksam zu machen. „Was dabei herausgekommen ist, kann sich sehen lassen“, ist Alexa Strompen von Donum Vitae begeistert und spricht ihren Kolleginnen aus der Seele.

Von Florian Schütte

Das finale Plakat für die Schwangerschaftsberatungsstellen im Kreis haben (vorne v.l.) Lynn Kaup, Viktoria Messing und Fabienne Gumm von der Schüleragentur Pictur des Pictorius-Berufskollegs entworfen. Darüber freuen sich auch (hinten sitzend v.l.) Gabrielle Reller (stellvertretende Schulleiterin Pictorius-Berufskolleg), Stephanie Kumpf (Leiterin der Pictur), Anna Lena Schubert (Diakonie Coesfeld), (hinten stehend v.l.) Esther Stiller (SkF Dülmen), Alexa Strompen (Donum Vitae), Irene Bröker-Muhle (SkF Lüdinghausen), Stefan Kraus und Birgit Deese (beide Gesundheitsamt) sowie Mandy Lammers (Pro Familia). Es fehlt im Bild: Hedwig Schwaaf (SkF Coesfeld). Foto: Foto: Florian Schütte

Mehrere Monate haben sich Lynn Kaup, Viktoria Messing und Fabienne Gumm intensiv mit der Thematik auseinandergesetzt und schließlich das Plakat für alle Beratungsstellen entworfen. „Dass wir so viele Namen auflisten mussten, war gestalterisch schon eine Herausforderung“, sagt Lynn Kaup, die die finale Entwurfsidee hatte, über die Auftraggeber. Das sind: die Diakonie in Coesfeld, Donum Vitae, das Gesundheitsamt Kreis Coesfeld, Pro Familia sowie der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) mit seinen Beratungsstellen in Coesfeld, Dülmen und Lüdinghausen. Auch die Ansprache war den Schülerinnen wichtig. „Das sind sensible Themen. Die alle unterzubringen, ohne dass das Plakat zu sehr angreift, war gar nicht so leicht“, berichtet Viktoria Messing von der Arbeit.

Stephanie Kumpf ist stolz auf ihre Schülerinnen, dass sie das Projekt damals schon „mit in den ersten Lockdown genommen“ und trotz Schulschließung daran weitergearbeitet haben. „Das ist schon mehr als eine Schüleragentur und wir hatten trotzdem viel Spaß“, sagt die Leiterin der Pictur, die vor allem Aufträge für Non-Profit-Organisationen entgegennimmt und auf „hohem professionellen Niveau“ Realaufträge bearbeitet, wie die stellvertretende Schulleiterin Gabrielle Reller bekundet.

Dreihundert Plakate sind nun gedruckt worden. „Sie werden jetzt bei Kinderärzten, in gynäkologischen Praxen, in Familienzentren, aber auch in Geburtskliniken und in Hebammenpraxen ausgehängt“, erläutert Anna Lena Schubert von der Diakonie das weitere Vorgehen. „Das ist eine gute Möglichkeit, um viele Menschen zu erreichen“, fasst Alexa Strompen zusammen. Damit in Zukunft mehr Betroffene wissen, wo sie sich kostenlos und unabhängig von Nationalität und Beruf beraten lassen können – und das bis zum dritten Lebensjahr des Kindes.

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