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Pictorius-Berufskolleg am Mittwoch als Euregioprofilschule ausgezeichnet

„Freundschaft weiter mit Leben füllen“

Kreis Coesfeld. Das Pictorius-Berufskolleg in Coesfeld darf sich seit Mittwochnachmittag offiziell Euregioprofilschule nennen. Regierungsschuldirektor Stephan Krems überreichte die Urkunde und zeichnete das Pictorius als eines von zwei Berufskollegs im Regierungsbezirk für seine kontinuierlichen Verdienste um den euregionalen Austausch mit den Niederlanden aus.

Florian Schütte

Trotz Masken ist die Freude über die Auszeichnung des Pictorius-Berufskollegs als Euregioprofilschule nicht zu übersehen: (v.l.) die Auslandspraktikanten Carina Elberfeld und Leonardo Chan, Regierungsschuldirektor Stephan Krems, Schulleiter Klaus Schneider, stellvertretende Schulleiterin Gabrielle Reller, Niederländisch-Lehrerin Melanie Nowak und Kreisdirektor Dr. Linus Tepe. Foto: Florian Schütte

„Diese Auszeichnung signalisiert: Wir stehen zu Europa“, freut sich Dr. Linus Tepe über die Würdigung. Nun gelte es, „diese Freundschaft weiter mit Leben zu füllen“, betont der Kreisdirektor bei einem kurzen Festakt im kleinen Rahmen.

Wie nun auch die Feierstunde so hatte Corona bereits den deutsch-niederländischen Austausch in diesem Jahr massiv beeinflusst, mussten doch Schüler wie Leonardo Chan und Carina Elberfeld ihre Praktika in Amsterdam jäh abbrechen (wir berichteten). „Ich bin aber fest davon überzeugt, dass das, was wir zurzeit erleben, nur eine Pause ist“, blickt Schulleiter Klaus Schneider optimistisch voraus. Er bewundere „die Gelassenheit der Niederländer, mit der sie Probleme angehen“. Was die Niederländer im Gegenzug an den Deutschen bewundern, hat Leonardo Chan bereits in den wenigen Tagen seines Webdesign-Praktikums gemerkt. „Unsere organisierte und strukturierte Arbeitsweise“, sagt der Schüler und lächelt. „Wir können also viel voneinander lernen“, fasst Schneider zusammen. „Ihr jungen Leute habt alle Möglichkeiten“, fügt Stephan Krems hinzu. „Das ist auch für die Wirtschaft eine Riesenchance“, meint der Leiter der Koordinierungsstelle für den deutsch-niederländischen Austausch.

Schulleiter Klaus Schneider dankt vor allem Niederländisch-Lehrerin Melanie Nowak, die sich seit Jahren für den Austausch mit dem Nachbarland engagiert – eine Leistung, die nun auch mit der Auszeichnung zur Euregioprofilschule gewürdigt wird. Denn zwei zentrale Bausteine sind dafür die Grundvoraussetzung. „Das Angebot des Erlernens der Nachbarsprache und regelmäßige Begegnungsaktivitäten“, erklärt Nowak. An letzteren habe es vor Corona nicht gemangelt. So gab es neben den jährlichen Praktika in den Niederlanden auch Austausche mit Schulen in Zwolle und Deventer, das „Windprojekt“, bei dem es vielfältige niederländisch-deutsche Begegnungen gab, sowie Austauschbegegnungen mit der „Saxion Hogeschool“ in Enschede und den Fachklassen des Pictorius.

Dass wohl auch die nächsten planmäßigen Praktika im März 2021 noch ins Wasser fallen, trübt zwar die Stimmung. „Wir denken aber, dass sich im kommenden Schuljahr wieder alles normalisieren wird“, ist Schneider zuversichtlich. Dann kann auch die deutsch-niederländische Freundschaft wieder mit Leben gefüllt werden.

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