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Gespräch und Lesung mit Alexander Bergmann

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Billerbeck. Zu einem Gespräch mit dem Zeitzeugen Alexander Bergmann aus Riga und einer Lesung aus seinen „Aufzeichnungen eines Untermenschen“ laden am morgigen Mittwoch der Geschichtsort Villa ten Hompel, die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster und die Wolfgang Suwelack-Stiftung (Billerbeck) ein. Alexander Bergmann ist den Billerbeckern bekannt. Er hat den Dokumentarfilm „Vom Umgang mit dem Verschwinden“ der Realschule Billerbeck in Riga tatkräftig unterstützt und im November 2007 die Schülerarbeitsgemeinschaft in Billerbeck besucht. Das Gespräch wird moderiert von Matthias M. Ester von der Suwelack-Stiftung, der Alexander Bergmann seit Jahren kennt.

Bergmann, 1925 in Riga geboren, überlebte als Jugendlicher das Ghetto in Riga, in dem auch deutsche Juden aus dem Münsterland interniert waren. Er kehrte nach der Befreiung aus einem Konzentrationslager in seine Heimatstadt zurück und praktizierte als Rechtsanwalt. 1993 wurde er Vorsitzender der Selbsthilfeorganisation der ehemaligen jüdischen Ghetto- und Lagerhäftlinge Lettlands.

In diesen Tagen erscheinen Bergmanns „Aufzeichnungen eines Untermenschen“, die an die Zeit der Verfolgung und Internierung in Ghetto und Lagern erinnern. Sie sind eines der wenigen Zeugnisse von lettischen Juden, die die Shoah überlebt haben, die bislang in deutscher Sprache erschienen sind. An der Herausgabe der deutschen Übersetzung war die Wolfgang Suwelack-Stiftung beteiligt.

Mittwoch (28. 1.), 20 Uhr, Villa ten Hompel, Kaiser-Wilhelm-Ring 28, Münster.

Alexander Bergmann: Aufzeichnungen eines Untermenschen. Ein Bericht über das Ghetto in Riga und die Konzentrationslager in Deutschland, Bremen 2009, ISBN 978-3-86109-316-0, 14,90 Euro.

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