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Parasit kann Kühe krank machen

Hundekot auf Wiesen ärgert Landwirte

Kreis Coesfeld

Es ist eine im wahrsten Sinne unappetitliche Angelegenheit für Mensch und Tier. Egal, ob die Felder für die humane Nahrungsmittelproduktion bestellt sind, oder die Wiesen geheut und später ans Vieh verfüttert werden – Hundekot hat auf dem Acker nichts zu suchen und ist immer wieder ein Ärgernis. „Besonders die Landwirte, die am Stadtrand wohnen, haben damit Probleme“, weiß Michael Uckelmann, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbands.

Von Florian Schütte

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„Einige Landwirte haben deshalb schon Schilder aufgestellt“, sagt Uckelmann über die deutlichen Hinweise, Hunde nicht frei übers Feld tollen und sie dort ihr Geschäft verrichten zu lassen. Auch wenn Schilder mit Aufschriften wie „Hier beginnt die Salatschüssel meiner Kuh und nicht das Klo Ihres Hundes“ noch von Humor zeugen, sind die Folgen, die Hundekot im Heu haben kann, weniger lustig. Laut dem Magazin Agrarheute tragen viele Hunde den Krankheitserreger Neospora Caninum in sich. Dieser Parasit kann bei Kühen Fehlgeburten verursachen.

Auch Christoph Steinhoff von der Unteren Landschaftsbehörde des Kreises Coesfeld habe schon einige Anrufe bekommen mit der Bitte, etwas gegen die Verschmutzung der Felder zu unternehmen. Dass das Problem vor allem jetzt im Fokus stehe, habe unter anderem auch mit der Coronazeit zu tun, in der sich viele Menschen einen Hund angeschafft hätten und sich verstärkt in der Natur bewegen.

„Das ist wirklich eine Sauerei, weil das Futter ungenießbar wird“, sagt Steinhoff über die Hinterlassenschaften. „Letztlich kann man nur an die Vernunft der Leute appellieren.“ In Billerbeck, wo das Problem vor allem im Bereich der Berkelquelle auftritt, habe man bereits Flyer verteilt. Denn Steinhoff geht davon, dass das Verhalten eher auf Gedankenlosigkeit und Unwissenheit zurückzuführen ist.

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