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Falsches Sortieren erschwert Verwertung

Keine Schleifen ins Altpapier

Kreis Coesfeld

Zur Weihnachtszeit sind die Altpapiermengen besonders hoch. Pakete, Päckchen und Geschenkpapier, inklusive Schleifen, Bänder, Cellophan und ähnliches Beiwerk füllen die Papiertonnen und Altpapiercontainer auf den Wertstoffhöfen.

Auch in der Papiertonne landen Sachen, die nicht hineingehören. Die Qualität des Altpapiers, das an die Verwerter weitergegeben wird, spiegelt sich letztlich in den Müllgebühren wider. Foto: Foto: Marion Grube

Dabei erschweren Fehlwürfe in der Altpapiersammlung die Verwertung unnötig. Darauf hat die Papierindustrie jetzt hingewiesen. Anlass ist, dass der Anteil an Fehlwürfen in den letzten Jahren stetig zugenommen habe.

„Uns liegen bisher jedoch noch keine diesbezüglichen Rückmeldungen seitens der Firma Remondis vor, die das gesammelte Altpapier im Kreis Coesfeld von uns übernimmt und an die Papierindustrie zur Verwertung weitergibt“, berichtet Stefan Bölte, Geschäftsführer der Wirtschaftsbetriebe Kreis Coesfeld GmbH (WBC).

Das System der Altpapierverwertung wurde schon in den 70er Jahren etabliert und ist seitdem ein wichtiger ökologischer und auch ökonomischer Baustein der kommunalen Abfallwirtschaft. „Wir wollen diesen Weg daher auch weiterhin nachhaltig absichern“, so Bölte. Darüber hinaus bestimme letztendlich nicht nur die Menge, sondern auch die Qualität des eingesammelten Altpapiers die Höhe der Erlöse, die die Verwerter für die übernommenen Mengen auszahlen. „Und das entlastet somit unmittelbar die Müllgebühren“, so Bölte.

Für Matthias Bücker, zuständig bei der WBC für die Verwertung, liegt die Qualität der Sortierleistung des Altpapiers durch die Bürger im Kreis jedoch schon jetzt auf einem sehr hohen Niveau: „Die Papiertonne ist definitiv das am besten sortierte Sammelsystem. Aber auch hier gibt es einige Abgrenzungsschwierigkeiten, was in die Papiertonne darf und was nicht.“ Benutzte Papier-Handtücher, Papier-Taschentücher und Papier-Servietten beispielsweise gehören laut Papierindustrie nicht ins Altpapier – ebenso wie etwa der mit Essensresten verschmutzte Pizza-Kartons. Lassen sich die Verschmutzungen jedoch grob entfernen oder liegt, wie beispielsweise bei Papierservietten, kaum eine Verschmutzung vor, sollen diese durchaus in die Papiertonne, so Bücker. „Auch der Karton beispielsweise von Tiefkühlspinat gehört ins Altpapier, nicht dagegen die „Papier“-Tüte für Kakao-, Pudding- oder Backpulver, da diese innen mit Kunststoff beschichtet ist.“

Klar sei, die Papierindustrie möchte Altpapier verwerten – und kein „Beiwerk“. Niemand müsse jedoch alle Klebebänder von den Versandkartons entfernen und auch in Zeitschriften enthaltene Pröbchen könnten in diesen verbleiben, beruhigt Bücker – oder gar das Klarsichtfenster aus der Brötchentüte entfernen. Wer möchte, solle dies jedoch gerne tun, genauso wie die Folie vom Käsepapier oder die Pappmanschette vom Joghurtbecher trennen – und dann getrennt entsorgen. www.wbc-coesfeld .de

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