Ausschuss für eine Strategie zur Beteiligung von Engagierten

Kreis will Ehrenamt stärken

Kreis Coesfeld

Der Kreis will das Ehrenamt stärker in den Blick nehmen. Auf politischer Ebene hat sich dazu der neue Ehrenamts-Ausschuss gegründet, der in seiner Sitzung erste Schwerpunkte für eine Strategie festlegte, mit der das Ehrenamt unterstützt werden soll. Danach soll sich die Kreisverwaltung nach einem CDU-Vorschlag zunächst um drei Handlungsfelder kümmern: Um die Zusammenarbeit von Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen, um das Thema Image stärken und Engagierte finden sowie den Punkt Engagementenlandschaft finden und vernetzen. Zusätzlich soll, nach Vorschlag der Grünen, das Thema Entbürokratisierung angegangen werden, sofern es in die Zuständigkeit des Kreises fällt.

Von Viola ter Horst

Ehrenamt soll gestärkt werden: Der Kreis Coesfeld will bürgerschaftliches Engagement mehr einbinden. Der neue Ehrenamts-Ausschuss sieht mehrere Schwerpunkte vor. Foto: Foto: Archiv

Der Kreis will zunächst ehrenamtliche Unterstützung vor Ort abfragen und sich dabei die drei Handlungsfelder als Grundlage heranziehen. „Doppelstrukturen müssen wir vermeiden“, sagte Rainer Bolte (Nordkirchen) von der CDU. Vieles sei bereits vor Ort installiert. Monika Verspohl (Coesfeld) von der SPD schlug vor, dass auf eine möglichst breite Altersstruktur geachtet werden sollte, denn häufig seien es auch Jüngere und Ältere, die sich engagieren wollen. Jens Wortmann vom Kreissportbund hielt es für wichtig, dass auf jeden Fall die großen kreisweiten Verbände einbezogen werden.

„Tun Sie das, beziehen Sie möglichst alle mit ein“, riet Vera Kalkhoff von der Freiwilligen-Agentur Münster, die im Ausschuss über Möglichkeiten der Stärkung von Engagement informierte.

Zum nächsten Ehrenamtsausschuss will die Verwaltung eine konkrete Liste vorlegen, sagte Dezernent Detlef Schütt.

Bei dem Handlungsfeld „Zusammenarbeit von Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen stärken“ geht es zum Beispiel darum, passende Unterstützungsangebote zu vermitteln, Klarheit über Rollen und Aufgaben zu beschaffen und den Dialog zu fördern. Beim Punkt „Engagement anerkennen, Image stärken, Engagierte finden“ sollen Formate zur Würdigung und Beteiligung von Engagierten entwickelt werden, Entlastungen für Ehrenamtliche geschaffen werden und mehr Öffentlichkeit für Engagement geschaffen werden. Beim Punkt „Engagementenlandschaft koordinieren und vernetzen“ sollen zum Beispiel Anlaufstellen für Engagierte geschaffen werden.

Hintergrund bildet die Engagementstrategie, die die Landesregierung NRW im Februar dieses Jahres veröffentlichte. Mit der Strategie soll bürgerschaftliches Engagement gestärkt werden und eine solidarische und vielfältige Gesellschaft gestaltet werden, an der jeder teilhaben kann. Die NRW-Engagementstrategie sieht insgesamt neun Handlungsfelder vor.

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