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Neue Beratungsstelle der Kripo in der Innenstadt in Coesfeld

„Kriminalität im Vorfeld verhindern“

Kreis Coesfeld

Mitten in der Coesfelder Innenstadt ist die neue Beratungsstelle der Kriminalpolizei angesiedelt. Bürger aus dem Kreis Coesfeld können dort Kontakt mit den Kripo-Fachleuten aus sieben Bereichen der Vorbeugung aufnehmen. Sie informieren, beraten persönlich, besuchen Schulen und andere Einrichtungen sowie Gruppen, helfen weiter, vermitteln bei Bedarf an andere Fachleute. Von Taschendiebstahl und Enkeltrick bis zu häuslicher Gewalt und Missbrauch reichen die Themen.

Von Viola ter Horst

Mitten in der Innenstadt von Coesfeld befindet sich die Beratungsstelle der Kriminalpolizei des Kreises, die feierlich eingeweiht wurde, mit l. Polizei-Abteilungsleiter Thomas Eder und r. Landrat und Kreispolizeichef Dr. Christian Schulze Pellengahr sowie den fünf Experten der Kriminalprävention, Ulrike Twiehoff, Inga Brockmann, Katja Börsting, Andreas Nitz und Katrin Hagedorn. Foto: Foto: vth

Eine „gute Arbeit im Sinne der Bürgerschaft“ wünschte Landrat und Kreispolizeichef Dr. Christian Schulze Pellengahr gestern den Mitarbeitern bei der feierlichen Einweihung. Mit der Ausquartierung der Präventionssstelle mitten in die Innenstadt soll sie stärker sichtbar sein und bürgerfreundlicher gemacht werden. „Selbst ich musste mich anfangs zum Opferschutz durchfragen, so verwinkelt war das“, erinnert sich Abteilungsleiter Thomas Eder, der 2019 in der Kreispolizeibehörde startete. „Das war nicht so bürgerfreundlich.“ Und so begannen die Überlegungen, wie die Präventionsangebote mehr hin zum Bürger gebracht werden können.

„Wir versuchen, Kriminalität in allen Bereichen zu verhindern“, umschrieb Andreas Nitz von der Kriminalprävention das Ziel. Wie lassen sich Fenster und Türen einbruchssicherer machen? Wie kann man sich vor Taschendieben schützen? Was tun, damit Mobbing, Cyberkriminalität, Missbrauch, Stalking, häusliche und sexuelle Gewalt nicht stattfinden?

„Jetzt in der Coronazeit stoßen wir zunehmend auf Internetkriminalität“, führte Nitz aus. So versuchten die Täter verstärkt, Kinder und Jugendliche übers Netz zu kontaktieren. Aber auch Gewalt an Schulen sei im Kreis Coesfeld ein Thema – „wobei damit auch Gewalt von Schülern gegen Lehrer gemeint ist“, erklärte Nitz.

Hinter der Präventionsarbeit stehen nicht nur Fachleute der Kripo, sondern ein ganzes Netzwerk mit weiteren Experten: Vom Jugendamt bis zum Opferschutz, von der Drogenberatung bis zum Schulpsychologen. Fünf Fachleute der Kriminalpolizei stehen in den neuen Räumen zur Verfügung. Sowohl für Informationen als auch für individuelle Einzelgespräche und Vorträge können Bürger Kontakt aufnehmen.

Die Räume, die durch die Ausquartierung der Beratungsstelle im Kreis-Polizeigebäude in Coesfeld frei wurden, nutzt nun die Dienststelle zur Bekämpfung von Kinderpornografie. „Es herrschte Platznot, nachdem dort personell aufgestockt wurde“, erklärte Eder.

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