1. www.azonline.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Luedinghausen
  6. >
  7. 185-Tonnen-Koloss verladen

  8. >

Scholz-Autoklav wird nach China verschifft

185-Tonnen-Koloss verladen

Lüdinghausen

185 Tonnen wiegt der Autoklav, der am Donnerstagvormittag von einem Schwertransporter auf ein Kanalschiff gehievt wurde. Der 30 Meter lange Druckbehälter wurde in dem Coesfelder Unternehmen Scholz für einen Kunden in China hergestellt. [mit Video]

Peter Werth

Christian Terweiden, Geschäftsführer der Hagener Spedition Rolf Riedl, hat den Transport nach Fernost organisiert. Foto:

Einen Auftrag in dieser Größenordnung habe das Unternehmen noch nie gehabt, bewertete Marius Graeber, Geschäftsführer der Firma Scholz Maschinenbau, die Herstellung des Autoklaven für ein chinesisches Unternehmen. Den Auftraggeber mochte Graeber allerdings nicht verraten. Das sei mit den Chinesen so vereinbart. Dortige Unternehmen gehörten seit Jahren zum Kundenkreis des weltweit tätigen Spezialherstellers mit seinen 250 Beschäftigten, sagte der Geschäftsführer.

Präzisionsarbeit für zwei Kranführer am Kanal

Der Koloss für China – mit einer Länge von 30 Metern – wurde nach einem nächtlichen Transport von Coesfeld nach Lüdinghausen, der sich über mehrere Tage hinzog, am Donnerstagvormittag im Lüdinghauser Kanalhafen auf das Schiff mit Namen „Manacor“ gehievt. Dieses bringt den Druckbehälter, der der thermischen Behandlung von Verbundstoffen dient, über den Dortmund-Ems-Kanal und den Rhein nach Antwerpen.

„Von dort geht es weiter nach China. Das dauert etwa fünf Wochen“, erklärte Christian Terweiden. Der Geschäftsführer der Hagener Spedition Rolf Riedl hat den gesamten Transport vom Werkstor in der Kreisstadt bis zum Zielhafen in Fernost organisiert und koordiniert.

Präzisionsarbeit leisteten bei der Verladung die beiden Kranführer des Düsseldorfer Unternehmens Max Goll. Per Funk miteinander verbunden steuerten sie die Aktion. Immerhin mit einer Zugkraft von jeweils 500 Tonnen ausgestattet schwenkten die Kräne den Autoklaven reibungslos auf das Binnenschiff und setzten es dort präzise ab. Gut 2,7 Millionen Euro koste ein solch schweres Gerät, erklärte Goll-Mitarbeiter Peter Grimm.

Video in Kooperation mit dem WDR:

Startseite