Katharina Busche reist mit Parlamentsticket in die USA

Es heißt bald „Football“ statt „Fußball“

Seppenrade

Vor Katharina Busche liegt eine aufregende Zeit: Die 15-Jährige reist in für einen längeren Aufenthalt in die USA. Das ermöglicht ihr das Parlamentarischen Patenschafts-Programm des Deutschen Bundestags. Etwas aber, das weiß sie schon jetzt, wird sie dort vermissen.

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Von Seppenrade nach Rochester: Katharina Busche berichtete dem Bundestagsabgeordneten Marc Henrichmann von ihren Vorbereitungen für den USA-Trip. Foto: Büro Marc Henrichmann

„Auf in den Staat New York“, heißt es im Spätsommer für Katharina Busche. Die 15-Jährige ist beim Parlamentarischen Patenschafts-Programm (PPP) des Deutschen Bundestags mit dabei. Über den Stand der umfangreichen Vorbereitungen informierte sich jetzt der Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann bei Familie Busche in Seppenrade – natürlich unter Einhaltung aller Hygiene- und Abstandsregeln, heißt es in einer Pressemitteilung des Parlamentariers.

Mit dem PPP fördern der Bundestag und der US-Kongress seit 1983 den Austausch zwischen Deutschland und den USA. Henrichmann übernimmt als Abgeordneter die Patenschaft für die Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus seinem Wahlkreis, die sich auf den Weg über den Atlantik machen. Die Vorfreude der Schülerin, die das St.-Antonius-Gymnasium besucht, ist riesig. Was der CDU-Politiker gut nachvollziehen kann: Bisher hätten alle Rückkehrer begeistert von ihrer Zeit in Amerika berichtet. „Das ist eine tolle Erfahrung.“

Kontakt per Email und Whatsapp

Zu ihrer Gastfamilie hat Katharina schon Kontakt per E-Mail und Whatsapp aufgenommen. In der Nähe von Rochester am Ontario-See, etwa fünf Stunden von New York City entfernt, wird sie für neun Monate leben. Eine 21 Jahre alte Gastschwester und einen 17-jährigen Gastbruder werden sie dort erwarten. Noch könnte allerdings die Corona-Pandemie die Reisepläne vereiteln. „Die Impfungen gehen voran, sowohl in Deutschland als auch in den USA“, ist Henrichmann allerdings optimistisch.

Für die PPP-Stipendiatin, die ein intensives Auswahlverfahren mit Motivationsschreiben und Sprachtests durchlaufen hat, steht im Mai ein einwöchiges Vorbereitungsseminar an. Und in den nächsten Monaten wird sich ihr „Abschiedsbuch“ füllen, in dem sich ihre Freundinnen und Freunde mit Wünschen für die Zeit in Amerika verewigen.

Zu den Niagara-Fällen und nach Washington

Was sie dort vermissen wird? „Fußball wird mir fehlen“, erzählt sie, schließlich steht sie in Seppenrade selbst auf dem Platz. „Dafür werde ich High School Football gucken“, freut sie sich bereits. Trips zu den nahe gelegenen Niagara-Fällen und in die Hauptstadt Washington sind ebenfalls geplant.

Wer Interesse hat, an dem Austauschprogramm teilzunehmen: Eine neue Bewerbungsrunde ist gerade gestartet. Infos gibt es im Internet .

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