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Stadtflohmarkt mit 140 Ständen lockt Menschen aus ganz NRW an

Lüdinghausen wird zum Kaufhaus

Lüdinghausen

Als Anziehungspunkt für Besucher aus ganz Nordrhein-Westfalen entpuppte sich am Samstag der erste Lüdinghauser Stadtflohmarkt. 140 Ständen machten die Straßen der Stadt zu einem einzigen Kaufhaus.

Arno Wolf Fischer

Die Stadt wurde beim Flohmarkt zu einem einzigen Kaufhaus. Die Organisatoren dankten Ideengeberin Vera Baur. Foto: Arno Wolf Fischer

Als Anziehungspunkt für Besucher aus ganz Nordrhein-Westfalen entpuppte sich am Samstag der erste Lüdinghauser Stadtflohmarkt. Die Kombination aus sonnigem Wetter, niedrigen Inzidenzwerten und den rund 140 Ständen mit einer Auswahl von Möbeln über Spielzeug bis hin zu Haushaltswaren sorgte bis zum frühen Abend für einen anhaltenden Besucherstrom.

Erste Station: Das Lüdinghaus, wo die Gäste am Morgen vom Team von Lüdinghausen Marketing und dem Vorstand der Bürgerstiftung, die den Markt gemeinsam organisiert hatten, erwartet wurden. Schnell wurde deutlich: Ein Großteil der Marktbummler hat eine längere Anfahrt hinter sich. Mit Verkäuferlisten und Stadtplänen versorgt, zogen die Besucher weiter in alle Ecken der Steverstadt. „Ich bin froh, dass wir den Mut hatten, das anzugehen“, freute sich der Bürgerstiftungsvorsitzende Burkhard Kleffmann angesichts des sich abzeichnenden Erfolgs des Konzeptes. Die Idee für den Markt war aus der Lüdinghauser Bürgerschaft an Stadtmarketing und Stiftung herangetragen worden. Mit einem Blumenstrauß bedankte sich der Vorstand bei Vera Baur, die den Anstoß zum Stadtflohmarkt gegeben hatte. „Es ist schön, dass es so schnell ging. Ich habe mich wie verrückt gefreut“, erklärte Baur angesichts der erfolgreichen Realisierung ihrer Idee. „Es fing damit an, dass ich meinen Keller ausgeräumt habe, aber natürlich nichts auf einem normalen Flohmarkt verkaufen konnte“, erinnerte sie sich. Im Gespräch mit Nachbarn habe sich dann schnell herausgestellt: „Viele haben das gleiche Problem.“ So lagen die Verkaufsgüter für den Flohmarkt bei vielen Lüdinghausern schon parat, wie Jörg Parthe aus dem Stadtfeld mit Blick auf die Standauslage vor seinem Haus berichtete: „Die Kinder sind jetzt gerade mit ihrem ersten Schwung an Kleinkinderspielzeug durch.“ Neben den Ständen in Einfahrten und Hauseingängen beteiligten sich auch Institutionen wie die Stadtbücherei oder das Seppenrader Josefshaus am Markt. „Das ist eine Top Idee. Die Leute waren schon hier bevor wir alles rausgestellt hatten“, lobte Alexandra Ridder von JuKi Lüdinghausen. Abseits der Frühaufsteher und Schnäppchenjäger nutzten viele Gäste den Markt auch als Anlass für einen gemütlichen Tag in Lüdinghausen. „Wir suchen eigentlich gar nichts Bestimmtes. Wir genießen einfach wie lebendig hier alles ist“, fasste Sabine Zimmermann aus Rosendahl den Familienausflug zusammen.

Ein erstes Fazit zog Marketing-Geschäftsführer Stefan Wiemann am Abend: „Die Resonanz war sehr zufriedenstellend und auch das Feedback der Händler war positiv.“ Als Möglichkeit den Andrang zu verteilen, habe sich das Konzept des Stadtflohmarktes bewährt: „Die dezentrale Organisation hat den Markt sehr entzerrt und die Menschen waren verantwortungsbewusst.“ Diesen positiven Eindruck bestätigte auch Rolf Bender vom Vorstand der Bürgerstiftung: „Viele Menschen haben genau das vermisst und alle wollen raus. Wir haben mit dem Termin Glück gehabt.“ Beide Organisationspartner ziehen ein Anknüpfen an den Erfolg der Erstauflage bereits in Erwägung. „Wir sollten das wiederholen und vielleicht sogar institutionalisieren“, überlegten Bender und Wiemann erklärte.

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