Ausschuss stimmt „Ehrenrunde“ zu

Rathaus-Planung in Lüdinghausen bis zum Pandemie-Ende zurückgestellt

Lüdinghausen

Die bauliche Erweiterung des Rathauses in Lüdinghausen wird vertagt. Darauf verständigte man sich im Haupt- und Finanzausschuss.

Ann-Christin Frank

Die bauliche Erweiterung des Rathauses ist zunächst vertagt. Der benötigte Bedarf soll über Foto: e

Konsens zu den Rathaus-Plänen herrschte bei der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses parteiübergreifend in dem Punkt, dass die Mitarbeiter gute Arbeitsbedingungen brauchen.

Realistische Bedingungen abwarten

Diese werden nun auf Umwegen erreicht, denn das Gremium einigte sich am Donnerstagabend auf den Alternativvorschlag der Verwaltung. Dabei soll eine Überprüfung des künftigen Flächenbedarfs unter realistischen Bedingungen nach der Corona-Pandemie vorgenommen werden. Die Verwaltung werde dazu im kommenden Jahr beauftragt, wenn eine Rückkehr aus dem Homeoffice in den Normalbetrieb möglich sei. Zur Überbrückung werden Büroflächen angemietet, um den derzeitigen Bedarf zu decken und „den Mitarbeitern eine Perspektive zu geben“, erläuterte Bürgermeister Ansgar Mertens.

Lediglich die SPD hatte Zweifel an dieser Lösung und stimmte dagegen. Deren Fraktionssprecher Niko Gernitz sah vor allem die Gefahr, damit ein „dauerhaftes Provisorium“ zu etablieren, das für die Mitarbeiter zwar zumutbar sei, aber keine wirkliche Verbesserung biete. Michael Spiekermann-Blankerts (SPD) brachte den Einwand ein, „dass Kosten und Dauer der Anmietung von externen Büroflächen“ geklärt sein müssten, bis die SPD dem Alternativvorschlag zustimmen könne.

Auch Grüne mit "Ehrenrunde" einverstanden

Die übrigen Parteien entschieden in dieser Angelegenheit pragmatischer. CDU-Mann Bernhard Möllmann konnte in der Alternative sogar eine „charmante Lösung“ des Problems erkennen, da der Vorschlag ganz im Sinne der Mitarbeiter sei. Schließlich ginge es darum, diese nicht noch bis zum Jahr 2025 in den beengten Verhältnissen zu lassen.

Auch Eckart Grundmann (Grüne) zeigte sich optimistisch, dass zeitnah passende Büros gefunden würden. Daher seien auch die Grünen einverstanden, dass bei der Rathauserweiterung pandemiebedingt jetzt noch einmal eine solche „Ehrenrunde“ gedreht werde.

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