Pro Kopf Anstieg um 18 Kilo in 2020

Mehr Abfall durch Corona

Kreis Coesfeld (vth). Die Corona-Pandemie hat mehr Abfall zur Folge. Das geht aus der Abfallstatistik der Wirtschaftsbetriebe Kreis Coesfeld (WBC) hervor. 110 930 Tonnen Abfall sind über die kommunalen Sammelsysteme der Städte und Gemeinden im Kreis im Jahr 2020 erfasst worden. „Damit sind in der Summe rund 4500 Tonnen Abfälle mehr angefallen als im Jahr davor“, berichtet Stefan Bölte Stefan Bölte, Geschäftsführer der WBC, in der Sitzung des Aufsichtsrates und führt die Zunahme hauptsächlich auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie zurück. „Es wurde viel mehr Zeit zu Hause verbracht, sei es in Folge von Lockdown, Kurzarbeit oder Arbeit im Homeoffice. Es wurde mehr zu Hause gekocht – weil Restaurants geschlossen waren –, viel renoviert und im Garten gearbeitet.“ Dementsprechend gab es mehr Verpackungsabfall über die gelben Tonnen (rund 470 t mehr) und Altglas (rund 380 t), knapp 260 t mehr Sperrmüll und 1300 t mehr an Restmüll. Auch die Bio- und Grünabfälle nahmen um rund 2350 t zu.

Viola ter Horst

Foto: az

Auch einige Rückgänge verzeichnen die WBC: Die Altpapiermenge nimmt bereits seit Jahren kontinuierlich ab; gegenüber 2019 sogar um mehr als 500 t. Beim Altholz betrug die Sammelmenge 4497 t – 163 t weniger als 2019. Unterm Strich aber stieg die Abfallmenge.

Bioabfall machte mit 34,8 Prozent den größten Anteil bei den Abfallarten aus. Es folgen Restmüll mit 18,7 Prozent und Altpapier mit 12,7 Prozent.

Wie auch in den Jahren zuvor ist die Sortierleistung der Bürger im Kreis Coesfeld unverändert spitze: 90 039 Tonnen, entsprechend 81,2 Prozent der Gesamtmenge konnten über verschiedene Wege einer Verwertung zugeführt werden, nur 20 721 Tonnen wurden in der Müllverbrennungsanlage in Oberhausen entsorgt, 170 Tonnen Schadstoffe einer ordnungsgemäßen Entsorgung zugeführt. Umgerechnet hat damit jeder im Kreis Coesfeld 503 kg Abfälle (2019: 485 kg) entsorgt, pro Kopf also 18 kg mehr als im Jahr davor.

Probleme bei der Müllabfuhr im Zusammenhang mit der Corona-Krise gab es ebenso wie eine besonders rege Nutzung der Wertstoffhöfe.

Bei der WBC-Schwestergesellschaft ging es voran mit Untersuchungen zur Erzeugung von grünem Wasserstoff – auch darüber informiert der Jahresbericht. | www.wbc-coesfeld.de

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