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Neue Rettungswachen und weitere Verbesserungen sollen für schnellere Einsätze sorgen

Nicht immer in 12 Minuten vor Ort

Kreis Coesfeld

Innerhalb von 12 Minuten soll der Rettungswagen am Ort des Geschehens sein. Zumindest in 90 Prozent der Fälle. So lautet die Vorgabe, die der Kreis Coesfeld als Träger des Rettungsdienstes gesetzt hat.

Von Viola ter Horst

In mindestens 90 Prozent der Einsätze sollen die Rettungswagen innerhalb von 12 Minuten vor Ort sein. In den meisten Fällen wurde das Ziel erreicht. Durch weitere Verbesserungen und neue Wachen will der Kreis die Defizite ausbügeln, die noch vorhanden sind. Foto: Foto: Archiv

2020 war das nicht immer der Fall, so geht aus dem Bericht hervor, der im Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz, öffentliche Sicherheit und Ordnung vorgestellt wurde. Von 11 488 Einsätzen wurde die Hilfsfrist von 12 Minuten bei 10 183 Einsätzen eingehalten. In 11,36 Prozent der Fahrten schaffte es der Rettungswagen nicht. Umgerechnet auf die 90 Prozent, die mindestens erreicht werden sollen, kamen somit in 1,36 Prozent der Einsatzfahrten die Rettungswagen später als 12 Minuten. Dabei gibt es Unterschiede bei den Wachen: Während die Rettungswagen der Wachen Coesfeld, Dülmen und Ascheberg in über 90 Prozent der Einsätze innerhalb von 12 Minuten vor Ort waren, lagen die Einsätze der Wachen Billerbeck, Havixbeck, Nottuln, Senden und Lüdinghausen im Schnitt darüber. Nichts Neues, auch schon zuvor entsprachen die Zahlen nicht überall dem Ziel. Der Kreis sieht unter anderem auch deswegen umfangreiche Erneuerungen bei den Rettungswachen im Kreis Coesfeld vor.

Zum Teil sind sie bereits umgesetzt, so wurde die Rettungswache Ascheberg bereits im Juli 2020 in Betrieb genommen. Als nächstes steht der Neubau in Billerbeck an. „Wir verfügen über ein Grundstück und gehen davon aus, dass wir mit Beginn des nächsten Jahres zu bauen anfangen können“, berichtete Dezernent Ulrich Helmich im Ausschuss. Bei den Rettungswachen Lüdinghausen, Nottuln und Dülmen sei der Kreis in der Planungsphase.

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