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Steigende Coronazahlen: Sorgenvoller Blick auf Krankenhaus-Situation

„Noch beherrschbar, aber ernst“

Kreis Coesfeld

Die Lage in den Krankenhäusern im Kreis Coesfeld bereitet Sorgen, auch wenn der Kreis Coesfeld landesweit mit einer Inzidenz von 74,8 die niedrigsten Neuansteckungen mit dem Virus in den letzten sieben Tage verzeichnet. Noch gibt es an den Christophorus Kliniken keine Einschränkung von geplanten Operationen wegen steigender Corona-Zahlen. Aber die Zahlen schnellen auch im Kreis nach oben.

Von Viola ter Horst

Noch gibt es an den Christophorus Kliniken keine Einschränkung von geplanten Operationen wegen steigender Corona-Zahlen. Das kann sich bei den rasant steigenden Werten aber ändern. Foto: Foto: Archiv

„Wir halten die aktuelle Situation für noch beherrschbar, aber ernst, und betrachten die rasant steigenden Infektionszahlen und wachsenden Patientenzahlen mit Sorge“, sagt Dr. Mark Lönnies, Geschäftsführer der Christophorus Kliniken, die in Coesfeld, Nottuln und Dülmen Standorte hat. „Auf unseren Intensivstationen sind viele Betten mit intensivpflichtigen Patienten nach Herzinfarkt, Schlaganfall oder schwerer Operation belegt“, so Lönnies. „Steigt die Anzahl an intensivpflichtigen Corona-Patienten an, müssen wir gegebenenfalls wieder über eine Einschränkung von geplanten Operationen nachdenken.“ Wie in den zurückliegenden Wellen hätten die Christophorus Kliniken ein Stufenkonzept vorbereitet, um bei Bedarf mehr Covid-19-Fälle behandeln zu können.

Von den aktuell 16 Intensivbetten sind die Hälfte belegt, davon eines mit einem Corona-Patient. Acht Corona-Patienten befinden sich insgesamt in den Christophorus Kliniken. Fünf sind geimpft, drei nicht. Ein Patient muss beatmet werden.

„Die schweren Krankheitsverläufe mit intensivpflichtiger Versorgung treten fast immer bei ungeimpften Patienten auf“, sagt Lönnies. „Die meisten geimpften Patienten erkranken in der Regel weniger schwer und sind oft wegen anderer Erkrankungen in Behandlung.“ Bei geimpften Patienten, die schwerer erkranken, liege oftmals eine Vorerkrankung vor, die das Immunsystem schwächt.

Wie die Situation im St. Marien-Hospital in Lüdinghausen aussieht, ist nicht klar. Die Fragen unserer Zeitung konnte die Pressestelle nicht beantworten.

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