Weitere Lockerungen bei konstanter Inzidenz unter 50 in Sicht

Noch keine Infektionen durch Modell-Projekte

Kreis Coesfeld. Die ersten Cafés und Restaurants haben an diesem Wochenende ihre Gäste schon wieder draußen begrüßt. Weitere Gastwirte wollen am kommenden Pfingstwochenende nachziehen. Die konstant niedrige und weiter sinkende Inzidenz im Kreis Coesfeld macht es möglich. Und auch bei den Modell-Projekten kann von einem Erfolg gesprochen werden. Nach ersten Erkenntnissen hat sich bei den wissenschaftlich begleiteten Veranstaltungen bisher noch niemand mit dem SARS-CoV-2-Virus infiziert. „Das ist ein erfreuliches Indiz dafür, dass die Zugangsvoraussetzungen, aber auch die Kontakt- und Hygienekonzepte der Veranstalter wirksam sind“, betont Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr.

Florian Schütte

Am Wochenende sank die Inzidenz im Kreis Coesfeld sogar unter die 50er-Marke. Bleibt dies auch in den kommenden Tagen so, können die Bürger zu Pfingsten in den Genuss weiterer Lockerungen kommen. Die Coronaschutzverordnung des Landes, die negativ Getestete, vollständig Geimpfte und Genesene gleichstellt, sieht bei einer Inzidenz unter 50 an fünf Tagen in Folge unter anderem vor, dass... 0 Gäste in Cafés und Restaurants mit Negativ-Test auch drinnen bewirtet werden dürfen. 0 Freibäder ihre Liegewiesen (auch außerhalb des Modellregion-Projekts) für negativ Getestete öffnen dürfen. 0 in Hotels die Kapazitätsbegrenzung entfällt. 0 private Veranstaltungen im Außenbereich mit maximal 100 Personen zulässig sind, in Innenräumen mit maximal 50 Personen – jeweils mit negativem Testergebnis 0 die Testpflicht für Einkäufe im Einzelhandel entfällt.

Gerade letzteres hatte kürzlich für Unmut gesorgt. Die Tatsache, dass Kunden plötzlich ein negatives Testergebnis vorweisen mussten, haben die Einzelhändler eher als eine Verschärfung als eine Lockerung empfunden – auch wenn im Gegenzug eine vorherige Terminvereinbarung hinfällig wurde.

Eine Überraschung gab es indes am Wochenende im Impfzentrum in Dülmen, als eine unvorhergesehene Lieferung von rund 1000 Biontech-Impfdosen eintraf. Um keinen Impfstoff verfallen zu lassen, durften die Mitarbeiter des Impfzentrums auch ihren Freunden und Bekannten kurzfristig Termine anbieten. Wie es seitens der KVWL hieß, habe man die Impfpriorisierung in diesem Fall aufgehoben, da nicht genügend Impflinge der Priorität 2 und 3 kurzfristig erreichbar gewesen wären. | Westfalen

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