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Tierarzt-Praxen schließen sich zusammen

Notdienst für Tiere neu organisiert

Kreis Coesfeld

Gute Nachrichten für Tierbesitzer: Die Tierarztpraxen im Kreis Coesfeld haben einen Ringnotdienst für die Wochenenden auf die Beine gestellt. „Rund 20 Kleintierpraxen aus dem Kreis Coesfeld nehmen daran teil“, berichtet Dr. Norbert Schulze Thier, Kreisstellenleiter der Tierärztekammer Westfalen-Lippe, der die neue Struktur organisierte und in Ascheberg auch selber eine Tierarzt-Praxis hat. Schon länger sei man dabei gewesen, den Notdienst neu zu organisieren, so Thier. „Dann kam Corona dazwischen und alles verschob sich.“ Mit Beginn des Jahres startete nun das neue Modell. „Die Rückmeldungen der Tierarztpraxen auf die ersten Notdienste in diesem Jahr waren positiv“, sagt Schulze Thier. „Das hat gut geklappt.“ Mit dem Angebot soll ein Notdienst für Kleintiere vorgehalten werden, um die Tierkliniken zu entlasten, die Tierbesitzer oftmals aufsuchten.

Von Viola ter Horst

Schnelle Hilfe für Tiere am Wochenende: Rund 20 Kleintierpraxen schlossen sich zusammen, um den neuen Ringnotdienst anzubieten. Foto: Foto: dpa

In der Vergangenheit hatten Tierbesitzer in Teilen des Kreises Probleme, schnell einen Notdienst zu finden, wenn Hund, Katze oder eine anderes Tier erkrankte. Sie nahmen viele Kilometer in Kauf, um zur nächsten geöffneten Tierklinik zu kommen. Doch auch Tierkliniken stiegen wegen rechtlicher Vorgaben vermehrt aus dem Rund-um-die-Uhr-Service aus. Oder weil ihnen das Personal dafür fehlt.

Der Notdienst der Tierarztpraxen am Wochenende läuft nun immer von Samstag, 8 Uhr, bis Montag, 8 Uhr. Eine zentrale Notrufnummer gibt es noch nicht. „Da sind wir aber dran“, sagt Schulze Thier. „Bis dahin erfahren Tierbesitzer über die Bandansage ihres Tierarztes, wer Notdienst hat.“ Auch über soziale Medien wie Facebook machten die Praxen, die in diesem Jahr mit dem neuen Notdienst starteten, auf das Angebot aufmerksam. „Im Notfall sollte man vorher auf jeden Fall anrufen und nicht einfach losfahren“, rät Schulze Thier.

Überlegt wird auch, den Ringnotdienst für die Abendstunden anzubieten. „Viele Praxen haben aber schon seit langem einen eigenen Notdienst abends“, so Schulze Thier. Oder sie hätten sich untereinander organisiert, um sich dabei abzuwechseln. „Jeder Tierbesitzer sollte mit seinem Tierarzt im Vorfeld einmal klären, wie er das handhabt“, rät Schulze Thier.

Er bittet Tierhalter, nicht bis zum Wochenende zu warten, wenn sich eine Krankheit bei dem Tier anbahnt, sondern zeitnah den Tierarzt aufzusuchen. Das ist nicht nur für das Tier besser, sondern schont auch den Geldbeutel. Für die Behandlung am Wochenende ist laut Schulze Thier eine Notfallgebühr in Höhe von 50 Euro fällig – plus ein zwei- bis vierfach höherer Satz für die Behandlung als zu Normalzeiten. | Kommentar

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