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Trafo-Station Königstraße

Keine Einigung gefunden

Appelhülsen

Wohl nicht zu erhalten ist die Trafo-Station Königstraße in Appelhülsen. Eigentümer Westnetz und Gemeinde konnten sich über Eigentumsübergang und Sanierungskosten nicht einigen.

Ludger Warnke

Die nicht mehr benötigte Trafo-Station an der Königstraße in Appelhülsen mit der markanten Schieferhaube ist ein Symbol für die Elektrifizierung des Dorfes in der zweiten Hälfte der 1940er-Jahre. Foto: Frank Vogel

„10 kV-Station Appelhülsen-Dorf“ – diese Bezeichnung trägt die nicht mehr benötigte Trafo-Station an der Königstraße in Appelhülsen. Das Gebäude mit der markanten Schieferhaube ist ein Symbol für die Elektrifizierung des Dorfes in der zweiten Hälfte der 1940er-Jahre. Alle Gespräche und Bemühungen, das Gebäude für die Nachwelt zu erhalten, sind allerdings ergebnislos geblieben.

Im jüngsten Ausschuss für Planen und Bauen berichtete die Gemeindeverwaltung darüber, dass in den Gesprächen mit dem Eigentümer Westnetz keine Einigung über den Eigentumsübergang und die zu erwartenden Sanierungskosten erzielt werden konnte. Verhandelbar schien lediglich die Übertragung des Gebäudes in gemeindliches Eigentum bei gleichzeitigem Übergang von Last und Gefahr, was unter Berücksichtigung der zu erwartenden Folgekosten „inakzeptabel ist“, wie die Verwaltung betonte. In Anbetracht der Haushaltssituation sei eine vollständige oder zumindest ganz überwiegend gemeindefinanzierte Sanierung und Bewirtschaftung der Trafostation nicht möglich.

Der Ausschuss nahm das Ergebnis mit Bedauern zur Kenntnis. Die Grünen zogen einen Antrag über künftige Nutzungsmöglichkeiten zurück. Gemeindeverwaltung und Politik sprachen abschließend dem Heimatverein Appelhülsen einen großen Dank aus. Dieser hatte sich für den Erhalt der Trafo-Station engagiert.

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