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Projektidee „Skaterpark“

Standort Nottuln priorisiert

Nottuln

Das Interesse ist groß und anhaltend. Beim zweiten digitalen Treffen zu einem möglichen Skaterpark in Nottuln wurde eine genauere Perspektive erarbeitet. Bei aller Begeisterung: Die Finanzierung wird ein Kunststück bleiben.

Ludger Warnke

Bei den Skatern ist er sehr beliebt: Der „Grüne Finger“ in Münster-Gievenbeck. Die Skater-Anlage wurde im Jahr 2005 für rund 250 000 Euro gebaut. Foto: Oliver Werner

Die Standortfrage für einen möglichen Skaterpark in der Gemeinde Nottuln soll in der zweiten Jahreshälfte von der Politik beraten und nach Möglichkeit auch entschieden werden. Das sieht der Zeitplan der Gemeindeverwaltung vor. Wie Bürgermeister Dr. Dietmar Thönnes beim zweiten Online-Arbeitstreffen mit Kindern, Jugendlichen und Eltern zum Thema mitteilte, soll sich nach der Sommerpause als erstes Gremium der Ausschuss für Umwelt und Mobilität am 7. September (Dienstag) mit dem Projekt beschäftigen. Ausdrücklich lud der Bürgermeister die Teilnehmer der Online-Konferenz zu den Beratungen im Ausschuss ein. Als favorisierter Standort für einen Skaterpark gilt das Schul-, Sport- und Freizeitzentrum in Nottuln. Hier könnte eine Skateranlage auf der Gemeindewiese oder auf der Rasenfläche an der Steverschule entstehen.

Knapp 20 Kinder, Jugendliche und Erwachsene nahmen am zweiten Arbeitstreffen teil und zeigten damit ihr anhaltendes Interesse an dem Projekt. Auch die Gemeindeverwaltung möchte das Vorhaben voranbringen, wenngleich die Finanzierung nicht einfach werden wird. „Die Gemeindefinanzen sind relativ klamm“, betonte Thönnes. Die Gemeinde habe viele kostenintensive Projekte in der Pipeline, wozu die Schule Darup, das Feuerwehrgerätehaus Appelhülsen sowie die Investitionen in Liebfrauenschule und Rupert-Neudeck-Gymnasium zählen. Thönnes warb um Verständnis bei den Kindern, Jugendlichen und Eltern, dass das Projekt Skaterpark Zeit benötige.

Bürgermeister bittet Beteiligte um Geduld

Wenn die Politik den Standort festgelegt hat, soll ein Gremium aus Verwaltung und künftigen Nutzern über die inhaltliche Ausgestaltung beraten und prüfen, was am ausgewählten Standort möglich ist. Zeit wird es auch erfordern, die Finanzierung zu klären: Welche Fördermittel sind zu bekommen? Gibt es Sponsoren? Können beispielsweise über Vermietung von Werbeflächen Einnahmen erzielt werden? sind nur einige der Fragen, denen sich die Projektbeteiligten stellen wollen. Ziel sei es, das Projekt soweit wie möglich vorzubereiten, um dann bei einer geeigneten Förderung in die Realisierung zu gehen, erläuterte der Bürgermeister.

Die Investition in einen Skaterpark wird auf jeden Fall sechsstellig werden. „Ein Skaterpark fängt bei einer halben Million Euro an, wenn wir etwas Vernünftiges haben wollen“, erklärte Stadtplanerin Berit Jänkel von der Gemeindeverwaltung. Eine realistische Zahl. Die viel gelobte Skateranlage „Grüner Finger“ in Münster-Gievenbeck wurde 2005 gebaut mit damaligen Investitionskosten von rund 250 000 Euro. Der neue Bewegungspark Hiltrup (Skaten und Parcours), 2020 gebaut, hatte schon Investitionskosten von rund 400 000 Euro, berichtete die Stadt Münster auf WN-Anfrage. Bürgermeister Thönnes betonte mit Blick auf den Standort des neuen Skaterparks: „Gerade in einer so prominenten Lage muss etwas Vernünftiges entstehen.“

„Gerade in einer so prominenten Lage muss etwas Vernünftiges entstehen.“ (Bürgermeister Thönnes)

In der Online-Besprechung zeichnete sich ab, dass das Projekt in Nottuln Hilfe bekommen wird. Marius Warmeling vom Vorstand der St.-Martini-Bruderschaft signalisierte die Unterstützung der Bruderschaft. Dasselbe tat auch Annette Miehlke vom „Treffpunkt Jugendarbeit“. Der Verein könne als anerkannter Träger der freien Jugendhilfe möglicherweise weitere Fördermöglichkeiten für den Skaterpark erschließen. Das werde man prüfen.

Wie geht es nun weiter? Interessenten, die sich bei der inhaltlichen Ausgestaltung des Skaterparks engagieren möchten, können sich am Einfachsten per E-Mail bei der Gemeinde Nottuln melden (info@nottuln.de). Derweil wird die Gemeindeverwaltung nun für die Politik eine Sitzungsvorlage zum Standort des Skaterparks erarbeiten.

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