Hochwasserschutz in Appelhülsen

Streichwehr wird abgesenkt

Appelhülsen

Den großen Wurf wird es beim Hochwasserschutz in Appelhülsen (erstmal) nicht geben. Das hat der Haupt- und Finanzausschuss beschlossen.

Ludger Warnke

Das will keiner mehr sehen: Hochwasser an der Stever. Deshalb soll jetzt das Streichwehr abgesenkt werden. Foto: Susanne Heumann

Beim Hochwasserschutz für den Ortsteil Appelhülsen geht es zunächst mit einem kleineren Schritt weiter. Mit 11:1 Stimmen sprach sich der Haupt- und Finanzausschuss für die Absenkung des Streichwehres an der Stever in Appelhülsen aus. Ablehnung kam von der UBG. Jan Van de Vyle kritisierte die Höhe der Kosten von insgesamt rund 70 000 Euro. Man gebe hier viel Geld für einen kaum messbaren Erfolg beim Hochwasserschutz aus.

Einstimmig waren die Beschlüsse, als es darum ging, das von der CDU beantragte Projekt einer Stever-Renaturierung im Rahmen von Hochwasserschutzmaßnahmen zurückzustellen und zunächst ein Hochwasserschutzkonzept für die Ortslage Nottuln zu erstellen. „Dieser Beschluss tut uns Appelhülsenern richtig weh“, erklärte der Appelhülsener CDU-Ratsherr Arnd Rutenbeck. Mit Rücksicht auf die finanziellen Zwänge der Gemeinde trage er das aber mit und hoffe, dass dieses Projekt damit nicht auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschoben ist.

Bürgermeister Dr. Dietmar Thönnes wies darauf hin, dass alle sicherlich mit dem Projekt der Stever-Renaturierung einverstanden seien, wenn dem nicht aktuell die Finanzlage der Gemeinde entgegenstünde. Man müsse nun zunächst den gesamten Hochwasserschutz betrachten.

Thönnes versprach: „Wir werden das Projekt wieder aus der Schublade ziehen, wenn eine Realisierungschance vorhanden ist.“

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