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Kreis Coesfeld vergibt Franz-Darpe-Preis

Regionalgeschichte ausgezeichnet

Kreis Coesfeld

Archäologischen Untersuchungen in Nottuln, der Schulalltag im Ersten Weltkrieg und die Signierfähigkeit Ottmarsbocholter Männer zu Beginn des 19. Jahrhunderts: Geschichte vor Ort bietet viele interessante Felder. Der Kreis Coesfeld vergab nun zum zweiten Mal den Franz-Darpe-Preis für Geschichte an Heimatforschende. In der Kolvenburg in Billerbeck nahmen die Gewinner ihre Preise in feierlichem Rahmen von Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr, Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Westmünsterland, Heinrich-Georg Krumme, und dem Vorstand des Kreisheimatvereins Coesfeld, Hans-Peter Boer, entgegen.

Preisträger, Sponsoren und Redner mit v.l. Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr, Dr. Ruth Mariß, Katharina Kockentiedt, Dr. Mathias Austermann, Andre Hegemann, Heinrich-Georg Krumme, Dr. Peter Ilisch und Prof. Dr. Bernd Walter.

0 In der Kategorie „Schülerinnen und Schüler“ gewann Charlotte Lenze aus Coesfeld. Die Schülerin des Gymnasiums Nepomucenum in Coesfeld hatte sich im Rahmen ihrer Facharbeit mit den Auswirkungen des Beginns des Ersten Weltkrieges auf den Schulalltag in Coesfeld befasst. Ihr Preis: ein Scheck über 1000 Euro. Sarah Gottheil aus Rosendahl vom Städtischen Heriburg-Gymnasium Coesfeld hatte anhand der Positionen dreier lokaler Schützenvereine die NS-Zeit in Holtwick analysiert. Das Ergebnis war der Jury des Geschichtspreises den zweiten Platz wert. Platz drei erreichte die Geschichts-AG der Theodor-Heuss-Realschule, die sich intensiv mit der Coesfelder Citadelle befasst hatte.

0 In der Kategorie der Erwachsenen belegte die Arbeit von Dr. Ruth Mariß aus Braunschweig den ersten Platz. Die Wissenschaftlerin hatte in ihrer Arbeit untersucht, inwieweit Ottmarsbocholter Männer zu Beginn des 19. Jahrhunderts des Schreibens mächtig waren und welche Faktoren dabei eine Rolle spielten. Dr. Mathias Austermann aus Dortmund erhielt für seine Arbeit „Ergebnisse der archäologischen Untersuchungen in Nottuln-Altennottuln 1976-1986“ den zweiten Preis. Erwähnenswert sei, so Laudator Dr. Peter Ilisch, dass der Preisträger „gebürtiger Nottulner ist“ und sowohl Untersuchung wie auch Ausgrabung seinerzeit miterlebt habe. Der dritte Preis ging an die Studentin Katharina Kockentiedt. Im Rahmen ihrer Bachelor-Arbeit hatte sie anhand des Buches „In der Ferne das Donnern der Kanonen. Briefwechsel eines Billerbecker Soldaten mit seiner Mutter im Ersten Weltkrieg“ die Motive des Kriegsfreiwilligen Walther Schwering für seine Teilnahme am Krieg beleuchtet.

0 Einen Sonderpreis für die beste Laienarbeit erhielt Andre Hegemann aus Dülmen-Buldern. Der Hobbyhistoriker hatte zur Geschichte seines Heimatortes im 18. Jahrhundert recherchiert.

Landrat Dr. Schulze Pellengahr bedankte sich bei den Jurymitgliedern mit Präsentkörben. Er betonte, wie essentiell wichtig Geschichtsbewusstsein sei – nicht nur um des Erinnerns willen, sondern auch damit die Zukunft verantwortungsvoll gestaltet werden kann. Er dankte der Sparkasse Westmünsterland, die die Hauptpreise gespendet hatte.

Musikalisch begleitet wurde der Abend von Schülern und Schülerinnen der Musikschule Havixbeck.

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