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Nottulner Abgeordneter will sich für das Programm für schwer erreichbare Jugendliche erneut einsetzen

Schiewerling: Pilotprojekt Respekt ausweiten

Kreis Coesfeld. Das bundesweite Pilotprojekt „Respekt“ ist seit einem knappen Jahr an vier Standorten im Kreis Coesfeld und einem Standort in Münster vertreten.

Allgemeine Zeitung

Tauschten sich über das Projekt aus: Staatssekretär Karl-Josef Laumann (l.) und Abgeordneter Karl Schiewerling (3.v.l.) mit Vertretern der Jobcenter im Münsterland und des Kolpingbildungswerks. Mit dabei auch Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr (2.v.r.) und der Sozialdezernent des Kreises Coesfeld, Detlef Schütt (4.v.l.). Foto: az

Das Programm für schwer erreichbare Jugendliche stand nun im Mittelpunkt des jährlichen Informationsgesprächs zwischen Bundestagsabgeordneten Karl Schiewerling (Nottuln) und den Leitern der Jobcenter aus dem Münsterland. Das Programm soll Jugendliche zurückholen in Bildungsprozesse und Ausbildung.

„Auch im Münsterland gibt es, trotz der sehr guten wirtschaftlichen Lage, junge Menschen, die auf den ersten Blick keine gute Perspektive haben. Sie haben keinen Schulabschluss, keine Berufsausbildung, stecken in schwierigen Lebenssituationen“, betonte Andrea Arndt vom Kolping Bildungswerk. Sie leitet das Projekt für die vier Standorte im Kreis Coesfeld und den Standort Münster. Schiewerling hatte sie eingeladen, damit sie aus der unmittelbar erlebten Praxis berichten kann.

Der Abgeordnete gilt als Initiator des Bundesprogramms und hatte sich über viele Jahre für das Pilotprojekt stark gemacht. „Es geht mir jetzt darum, das Projekt weiter zu verfestigen und auszuweiten, denn eine erste Evaluation zeigt: Es gibt hier auch bei uns im ländlichen Raum Bedarf und nicht nur in den Großstädten.“

Während des Gesprächs, an dem auch Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr und Staatssekretär Karl-Josef Laumann teilnahmen, machte Schiewerling deutlich, dass eine Zusammenarbeit mit den Jobcentern für den Fortbestand des Programms unverzichtbar sei. Die Leiter der Jobcenter signalisierten eine grundsätzliche Bereitschaft, das Programm zu unterstützen. Dies sei jedoch vor allem eine Frage der Finanzierung.

Derzeit werden die 18 bundesweiten Pilotprojekte vom Bund bis zum Jahresende mit insgesamt bis zu 30 Millionen Euro unterstützt. Ende 2017 läuft die Pilotprojektphase aus und das Programm müsste dann beispielswiese über die Eingliederungstitel der Jobcenter finanziert werden.

„Ich werde in Berlin nun dafür kämpfen, die Projektphase um ein Jahr zu verlängern. Das würde vieles vereinfachen und uns mehr Zeit für die weitere Planung geben“, so Schiewerling.

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