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Dementi: Feller-Nachfolge als Regierungspräsident kommt aktuell nicht in Frage

Schulze Pellengahr bleibt Landrat

Kreis Coesfeld

Verlässt Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr den Kreis Coesfeld? Sein Name fiel als möglicher Nachfolger von Dorothee Feller als neuer Regierungspräsident der Bezirksregierung Münster. Schulze Pellengahr dementiert. „Aktuell stellt sich für mich die Frage nicht“, sagt er gegenüber unserer Zeitung auf Nachfrage. „Ich bin mit meiner Aufgabe als Landrat hier im Kreis Coesfeld sehr zufrieden. Sie macht mir viel Freude, da ich hier viel in meinem Heimatkreis mit unseren Kommunen und den Bürgerinnen und Bürgern gestalten kann“, so Schulze Pellengahr, der aus Darup stammt und dort auch wohnt.

Von Viola ter Horst

Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr mit Dorothee Feller im Mai dieses Jahres vor dem Kreishaus in Coesfeld – Feller überreichte als Regierungspäsidentin Förderbescheide. Ein Wechsel ans Ruder der Bezirksregierung kommt für Schulze Pellengahr aktuell nicht in Frage. Sein Name fiel als möglicher Nachfolger von Feller – er dementiert. „Ich bin mit meiner Aufgabe als Landrat hier im Kreis Coesfeld sehr zufrieden.“ Foto: Foto: Archiv

Im September 2020 wurde er als Landrat von den Bürgern in seine zweite Amtszeit gewählt. Mit 66,74 Prozent setzte er sich gegen Mitbewerber Hermann-Josef Vogt (SPD) durch. Damit ist Schulze Pellengahr nicht nur „erster Bürger“ des Kreises Coesfeld, sondern steht auch an der Spitze der Kreisverwaltung und der Kreispolizeibehörde. Würde er ans Ruder der Bezirksregierung nach Münster wechseln, müssten im Kreis Coesfeld erneut Landrats-Wahlen stattfinden – eine aufwändige Außer-der-Reihe-Angelegenheit sowohl für die Bevölkerung als auch für die Organisation. Schließlich müssten sich ja erst einmal geeignete Kandidaten finden.

„In den letzten Jahren haben wir eine ganze Reihe von Maßnahmen und Projekten auf den Weg gebracht, aber es ist auch noch genug zu tun“, führt Schulze Pellengahr einen weiteren Grund an, warum er gerne in seinem jetzigen Amt bleiben möchte. Es ergebe sich für ihn „keine Veränderungsnotwendigkeit“, zumal er mit einem starken Mandat bis 2025 durch die Bürgerinnen und Bürger gewählt worden sei. Allerdings: „Sollte sich die Nachfolgefrage ganz konkret stellen, werde ich dies dann in Ruhe zunächst mit meiner Frau und meinen Kindern besprechen und entscheiden.“

Aktuell zeigt sich Schulze Pellengahr aber glücklich in seiner Situation. „Als direkt gewählter Landrat habe ich schon jetzt eine wundervolle Aufgabe und kann die Interessen des Kreises und der hier lebenden Bürgerinnen und Bürger gut in Münster, Düsseldorf oder Berlin vertreten“, sagt er.

Weil er umgekehrt als Landrat die Vorgaben der Landesregierung im Kreis umzusetzen habe, sei er gespannt, wen die Landesregierung nun für die Nachfolge von Dorothee Feller auswählen werde. Die Neubesetzung ist notwendig, weil Feller die neue Schulministerin von NRW geworden ist. Schulze Pellengahr sagt, er sei zuversichtlich, dass Ministerpräsident Wüst eine gute Person finden werde. „Das ist auch für unsere Region sehr wichtig, denn die Bezirksregierung ist als Bündelungsbehörde zentraler Ansprechpartner für unsere Vorhaben.“ | Westfalen

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