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Zwei neue Schiedsleute vereidigt

Ehrenamtlicher Einsatz für die Schlichtung

Senden

Karl-Heinz van den Wyenbergh ist der neue Schiedsmann, Franz-Josef Ermann sein Stellvertreter. Die beiden Sendener waren am 23. März vom Gemeinderat für die Dauer von fünf Jahren gewählt worden. Nun wurden sie offiziell vor dem Amtsgericht in Münster vereidigt.

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Karl-Heinz van den Wyenbergh ist neuer Schiedsmann. Foto: Gemeinde Senden

In Kürze nehmen sie an einer Fortbildung teil, die sie auf ihren Einsatz als Schlichter vorbereiten soll, heißt es in einer Pressemitteilung. Voraussichtlich ab Juli werden die Sendener dann ihr neues Amt ausüben. Bis dahin übernimmt Wolfgang Korte, der Schiedsmann für die Gemeinde Ascheberg, die Vertretung.

Was machten Schiedsleute eigentlich? Viele denken direkt an den Streit zwischen Nachbarn, wenn zum Beispiel Äste eines Baums über das benachbarte Grundstück ragen. Auch hier können Schiedsleute helfen, aber aus rechtlicher Sicht stehen andere Dinge im Vordergrund. In Privatklagesachen, bei denen die Staatsanwaltschaft Anklage nur bei einem öffentlichen Interesse an der Strafverfolgung erhebt, muss erst die Schiedsperson angerufen werden, bevor man sich an das Gericht wenden kann.

Schiedsleute kommen dann also auch bei Strafsachen wie Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch, vermögensrechtlichen Streitigkeiten wie Schadenersatz oder Schmerzensgeld zum Einsatz. Sie versuchen, beiden Seiten eine Möglichkeit zur Aussprache zu geben. Auf diese Weise sollen Spannungen abgebaut und – wenn möglich – ein Vergleich erzielt werden. Schiedspersonen können auf diese Weise die Gerichte entlasten. Darüber hinaus stehen die Schiedsämter für Streitigkeiten zur Verfügung, in denen ein außergerichtliches Streitschlichtungsverfahren nicht vorgeschrieben ist, wie Nachbarschaftskonflikten.

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