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Mehr Dosen nach Pfingsten

Impfzentrum wieder stärker ausgelastet

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Die Hausärzte Sendens bekommen in der Woche nach Pfingsten wieder mehr Impfdosen zur Verfügung gestellt, teilt die Steverpraxis mit. Erstmals ist auch Johnson & Johnson dabei, das keinen Zweittermin für den schützenden Piks erforderlich macht.

Dietrich Harhues

Sieben Praxen nutzen das „Hausärztliche Impfzentrum“ in der Steverhalle. Foto: Dirk Frerichmann

Das „Hausärztliche Impfzentrum Senden“ dürfte in der kommenden Woche wieder stärker ausgelastet sein. Nach Pfingsten kann beispielsweise die Steverpraxis zehn Erstimpfungen mit Biontech durchführen (nach sechs in dieser Woche), die Anzahl der Vektoren-Impfstoff-Dosen erhöht sich deutlich: In der laufenden Woche hatte das Team rund um Dr. Jürgen Ganzer und Elena Hannig gar kein Astrazeneca zur Erstimpfung erhalten, in der kommenden Woche sind es aber 30 Impfdosen mit diesem Präparat und – erstmals – dieselbe Zahl des Vakzins von Johnson & Johnson.

„Immerhin“, so kommentiert Ganzer am Donnerstag diese Entwicklung. An seiner generellen Einschätzung, dass die Hausärzte stärker bedacht werden müssen, um prioritäre Patienten zu versorgen, hält der Mediziner aber fest. Und so wie Impfzentren offenbar ab und zu unerwartet eine hohe Zahl von Impfdosen bekommen, „würden wir uns auch mal über so eine Überraschung freuen“. Ganzer wörtlich: „Es scheint also mehr im Pott zu sein.“ Nicht nur für die Steverpraxis gilt, dass Patienten sich nicht erkundigen sollten, wann sie an der Reihe seien. Dies binde wertvolle Ressourcen am Telefon. „Wir melden uns“, versprach der Mediziner. Auch ab der Aufhebung der Priorisierung werde sich sein Team an einer Rangfolge der Bedürftigkeit orientieren.

Dass die Hausarzt-Praxen deutlich öfter den schützenden Piks setzten könnten, hebt auch Andreas Daniel, Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung, auf WN-Anfrage hervor. Dies hänge vor allem von der zur Verfügung stehenden Liefermenge der Hersteller ab. „Das ist das Nadelöhr“, so Daniel. Er bedauert die anhaltende Knappheit: „Wir werden immer wieder vertröstet.“ Die Impfzentren nähmen den Praxen aber keine Liefermengen weg: „Das sind zwei getrennte Verteil-Stränge.“

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