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Umwandlung in SB-Niederlassung

Sparkassen-Filiale nach Überfall ohne Personal

Ottmarsbocholt

Die Sparkassen-Filiale in Ottmarsbocholt wird nach dem bewaffneten Raubüberfall nicht öffnen wie zuvor. Sie wird in eine sogenannte SB-Filiale umgewandelt. Die Mitarbeiter beraten ab sofort in Senden.

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Nach dem Überfall wird die Sparkassen-Filiale in Ottmarsbocholt nicht wieder öffnen wie gewohnt. Foto: Dietrich Harhues

Es sei „ein einschneidendes Erlebnis für die Mitarbeiterinnen vor Ort“ gewesen, berichtete die Sparkasse Westmünsterland am Montagnachmittag in einer Pressemitteilung. „Sie haben erste Priorität, daher haben wir die Filiale in der aktuellen Lage nicht wiedereröffnet“, erklärt Vorstandsmitglied Norbert Hypki. Deshalb habe sich die Sparkasse entschieden, eine ursprünglich für später im Jahr geplante Entscheidung vorzuziehen: „Wir werden die persönliche Beratung im modernisierten und erweiterten Beratungscenter Senden bündeln.“

„Ursprünglich hatten wir geplant, zuerst jeden Kunden in Ottmarsbocholt schriftlich und anschließend die Öffentlichkeit hierüber zu informieren“, so Hypki. „Wir bitten unsere Kunden um Verständnis, dass wir dies aufgrund der aktuellen Entwicklung sehr schnell im Anschluss tun werden.“

Mitarbeiter wechseln nach Senden

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Filiale Ottmarsbocholt werden ab sofort im Beratungscenter Senden an der Herrenstraße tätig sein und dort persönliche Beratungsgespräche anbieten. In Ottmarsbocholt bietet die Sparkasse weiterhin den Bargeldservice über Geldautomaten sowie ein Terminal für Überweisungen und Kontoauszüge an.

„Im Lockdown vor etwa einem Jahr hatten wir die persönliche Beratung schon einmal in Senden gebündelt“, sagt Regionalleiter Rainer Tenholt. Das sei zunächst ungewohnt gewesen, habe ich sich aber schnell eingespielt. „Positiv aufgefallen ist unseren Kunden aus Ottmarsbocholt der Platz und die bessere Beratungssituation mit mehr Diskretion und mehr Zeit der einzelnen Berater für Kundengespräche – und das schon vor der umfassenden Modernisierung und Erweiterung des Beratungscenters im letzten Jahr. Dieses Angebot haben wir noch einmal deutlich weiterentwickelt und erweitert – sowie dem veränderten Kundenverhalten Rechnung getragen“, so Rainer Tenholt.

Digitale Angebote sind gefragt

Denn die Kunden fragten intensive persönliche Beratung für die komplexeren Geldangelegenheiten nach, beispielsweise Geldanlage, Altersvorsorge, Versicherungen und Baufinanzierungen. Für einfache, alltägliche Geldgeschäfte hingegen nutzen die Kunden die vielfältigen digitalen und kontaktlosen Angebote so häufig wie nie zuvor – mit zweistelligen Zuwachsraten. Über diese ist auch persönliche Beratung möglich, zum Beispiel telefonisch, per Online-Chat und per Video-Beratung. „Die Kunden verändern ihre Nutzung, mit der Bündelung der Beratung im Beratungscenter passen wir uns hieran an“, erläutert Norbert Hypki.

Beratung zwischen 8 und 19 Uhr

Beratungsgespräche können im Beratungscenter montags bis freitags zwischen 8 und 19 Uhr vereinbart werden. Die Terminvereinbarung ist telefonisch, persönlich, per Online-Chat oder direkt über das Online-Banking in den Terminkalendern der Berater möglich. Die Servicezeiten zur Erledigung alltäglicher Geldgeschäfte im Beratungscenter Senden sind aktuell coronabedingt montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr.

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