1. www.azonline.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Kreis-coesfeld
  6. >
  7. Stinka soll es wieder machen

  8. >

SPD nominiert Dülmener zum Landtagskandidaten

Stinka soll es wieder machen

Kreis Coesfeld

Ein Wermutstropfen fiel auf der Wahlkreisdelegiertenkonferenz für den Landtagswahlkreis 79-Coesfeld II der SPD im Dorfgemeinschaftshaus in Capelle. Kreis-Vorsitzender Johannes Waldmann verkündete die kurzfristige von Hannelore Kraft, Landtagsabgeordnete und ehemalige Ministerpräsidentin von NRW. Die prominente Politikerin konnte nicht kommen, da sie Kontakt mit einem Corona-Infizierten hatte.

Von Elvira Meisel-Kemper

Stehen an der Seite von Landtagsabgeordneten André Stinka (M.) aus Dülmen, der erneut nach Düsseldorf soll: SPD-Kreisvorsitzender Johannes Waldmann (r.) und Carsten Sprung (SPD Nordkirchen). Foto: Foto: emk

Das war aber auch der einzige Wermutstropfen dieser ganztägigen Veranstaltung, an der 27 stimmberechtigte SPD-Mitglieder aus diesem Wahlkreis teilnahmen. Der Tag begann mit dem Parteitag des Unterbezirks und leitete über zur Konferenz der Unterbezirksdelegierten. Sie wählten die Delegierten für die Landesdelegiertenkonferenz am 19. Februar 2022.

Höhepunkt war die Wahl von André Stinka zum Direktkandidaten für die kommende Landtagswahl im Mai 2022. Mit 25 Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen wurde der Dülmener in einer geheimen Wahl erneut zum Direktkandidaten gewählt. Gegenkandidaten gab es nicht.

Stinka ist seit Mai 2005 bereits Mitglied des Landtages in Düsseldorf. Er ist aktuell stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD im Landtag. Deshalb begann er seine Bewerbungsrede auch nicht mit biografischen Daten, denn die seien ja bereits bekannt, so Stinka. „Ich bewerbe mich heute zum sechsten Mal um eine Landtagskandidatur. Ich war selbst ein bisschen erstaunt, als mir diese Zahl klar geworden ist“, leitete er seine Bewerbungsrede vor der Wahl ein.

Das änderte nichts an seinem Willen, der SPD wieder zum Sieg zu verhelfen. Die CDU-Landesregierung habe seit 2017 keine Akzente gesetzt und in manchen Dingen sogar die Uhr zurückgedreht, meinte Stinka. „Unter der Führung von Hannelore Kraft war dieses Land deutlich besser regiert als heute. Die aktuelle Regierung wirkte dagegen von Anfang an gehemmt, wie mit angezogener Handbremse.“

Drei Themen, die ihm besonders wichtig seien, hob Stinka hervor, für die er sich einsetzen wolle: Das seien der Umweltschutz, das Thema Wohnen und der Kampf gegen Rechts. Den Ausbau der Windkraft nannte er als ein weiteres Thema. Mehr erschwinglichen Wohnraum für alle forderte er.

Auch den Verlag Manuscritpum in Lüdinghausen, zu dessen Autoren auch rechtsextreme zählen, sprach Stinka an. Der Verlag verbreite rechtsextremes Gedankengut unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit. Bedrohungen gegen ihn und andere waren die Folge, die gegen diesen Verlag demonstriert hatten. „Sie nehmen für sich in Anspruch, ihre zum Teil menschenfeindlichen Thesen zu verbreiten. Die Meinungsfreiheit endet für diese Leute immer dann, wenn ihnen jemand widerspricht“, so Stinka.

Auf Wahlkampfmodus hatten auch Johannes Waldmann und Carsten Sprung (Vorsitzender SPD Nordkirchen) geschaltet. Auch bei ihnen standen Themen wie der Umweltschutz und die Bewältigung der Pandemie ganz oben auf der Agenda.

Startseite
ANZEIGE