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Christophorus Kliniken: Verschiebung von planbaren Operationen möglich

„Teilweise alle Intensivbetten belegt“

Kreis Coesfeld

Bei den Christophorus Kliniken wurden in den letzten Wochen freie Betten auf den Intensivstationen an den Standorten Coesfeld und Dülmen zunehmend in Anspruch genommen. Operationen werden teilweise verschoben.

Von Viola ter Horst

Corona-Patienten liegen deutlich länger auf der Intensivstation als andere Patienten. Damit Notfälle aufgenommen werden können, verschiebt das Krankenhaus – auf dem Bild der Stadnort Coesfeld – manchmal Operationen, wenn dies möglich ist. Foto: Foto: Archiv

„In diesen Tagen sind teilweise alle Intensivbetten belegt“, berichtet Dr. Jan Deitmer, Geschäftsführer der Christophorus Kliniken auf Nachfrage. Die Corona-Patienten, die auf der Intensivstation liegen, seien aktuell deutlich länger in Behandlung als andere Intensiv-Patienten. „Das bedeutet, dass freie Kapazitäten sehr zügig belegt werden, andererseits aber lange Zeit keine Patienten entlassen werden können“, erläutert Deitmer.

Ziel sei es, die Kapazitäten auf den Intensivstationen für Corona-Patienten sowie für Schwersterkrankte freizuhalten, damit Notfälle wie etwa Patienten mit Verdacht auf Herzinfarkt immer aufgenommen werden können. Um das zu gewährleisten, seien „in geringem Umfang“ Eingriffe zeitlich verlegt worden, sofern dies medizinisch möglich gewesen sei. Deitmar geht davon aus, dass – je nach weiterer Entwicklung der Lage – die Anzahl der planbaren Eingriffe und Operationen noch weiter reduziert werden muss, um die Notfall-Aufnahmen immer sicherzustellen. Sollten Patient davon betroffen sein, nimmt das Krankenhaus Kontakt auf und bespricht das weitere Vorgehen und auch wenn möglich Ersatztermine.

Deitmar sagt, es könne grundsätzlich manchmal vorkommen, dass Patienten in umliegende Kliniken weitergeleitet werden müssen, wenn die aktuelle Belegung auf den Stationen sehr hoch ist. Unabhängig von der Corona-Situation. Werden die Patienten in einem Rettungswagen gebracht, telefoniert das Personal zuvor mit der anzufahrenden Klinik. Ist diese kurzfristig voll belegt, fährt er das nächste geeignete Krankenhaus an.

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