Reaktionen auf die Wahl in Sachsen-Anhalt – Auswirkungen auf die Bundestagswahl

Von „Rückenwind“ bis „alles offen“

Kreis Coesfeld

Gute Laune bei CDU und FDP im Kreis Coesfeld, die den Ausgang der Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt als Bestätigung für die Politik ihrer Parteien sehen. Die SPD legt nun noch mehr alle Hoffnung auf ihren Kanzlerkandidaten Olaf Scholz und die Grünen sehen vor allem in ländlichen Gebieten Nachholbedarf, lauten die Reaktionen der Kreis-Parteivorsitzenden.

Von Viola ter Horst

Welche Auswirkungen hat die Wahl in Sachsen-Anhalt auf die Bundestagswahlen? lautete die Frage, die unsere Zeitung den Kreisvorsitzenden von CDU, SPD, Grünen und FDP stellte. Foto:

„Die Landtagswahl ist ein Erfolg für den Ministerpräsidenten Rainer Haseloff, aber auch für unseren Kanzlerkandidaten Armin Laschet“, sagt Kreis-CDU-Vorsitzender Marc Henrichmann (Havixbeck). „Beide haben immer wieder unmissverständlich klar gemacht, dass für die Union eine Zusammenarbeit mit der AfD unter keinen Umständen in Frage kommt. Diese klare Abgrenzung zu den extremen Rändern honorieren die Menschen.“ Die CDU Sachsen-Anhalt habe sich glaubwürdig um die Herausforderungen der vom Strukturwandel betroffenen Menschen gekümmert.

Kreis-SPD-Vorsitzender Johannes Waldmann (Ascheberg) meint, dass das Ergebnis den Trend der vergangenen Wahlen fortsetze: „Die Partei des Ministerpräsidenten gewinnt.“ Diesen Trend habe man in Rheinland-Pfalz (SPD), Baden-Württemberg (Grüne) oder jetzt in Sachsen-Anhalt (CDU) beobachten können. Den Ausgang der Bundestagswahl hält Waldmann für vollkommen offen. „Die Umfragen von ARD und ZDF lagen um 9% bzw. 7% daneben. Am Ende wird es auf den Kanzlerkandidaten ankommen. Die Erfahrung und Kompetenz von Olaf Scholz ist ein starkes Angebot, um Vertrauen zu gewinnen.“

Enttäuschung bei Kreis-Grünen-Sprecher Willi Kortmann (Lüdinghausen): „Leider war das Wachstum der Grünen nicht so stark wie wir uns das aufgrund der diversen Umfragen erhofft hatten.“ Auffallend sei der Unterschied zwischen z.B. der Stadt Magdeburg, wo die mehr als 10 Prozent erzielten, und einigen ländlichen Regionen, wo „wir unter der Fünf-Prozent-Marke blieben. Das zeigt uns, wir müssen die Besonderheiten ländlicher Regionen stärker in den Blick nehmen.“ Entsprechende Vorschläge dazu habe die hiesige Bundestagskandidatin Dr. Anne-Monika Spallek aus Billerbeck für das Bundeswahlprogramm der Grünen eingebracht.

FDP-Kreisvorsitzende Sabine Schäfer (Lüdinghausen) freut sich, dass die FDP „nach 10 Jahren zurück im Landtag von Sachsen-Anhalt ist“. Das seien gute Nachrichten für wichtige liberale Themen. „Es hat sich also gezeigt, dass unsere Themen auch oder gerade in der Coronazeit mit konstruktiven Lösungsvorschläge gehört wurden. Es ist eben nicht hilfreich, einfach nur dagegen zu sein.“

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