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Teilhabebeirat gegründet

Vielfalt als Bereicherung sehen

altenberge

In Altenberge gibt es nun einen Teilhabebeirat gegründet. Erste Vorsitzende ist Anne Ostendorf.

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Die Mitglieder des Teilhabebeirates wünschen sich Veränderungen am Marktplatz. Mit dem Architekten des Marktplatzes wurden bereits Gespräche geführt. Foto: mas

„Wir wollen einen inklusiven Marktplatz, der für alle zugänglich ist und auf dem niemand ausgeschlossen wird“, heißt es in einer Pressemitteilung des neu gegründeten Teilhabebeirates von Altenberge. Um dieses und weitere inklusive Ziele zu erreichen, sei der Teilhabebeirat ins Leben gerufen worden. Mitglieder sind Menschen aus Altenberge, die sich für eine gleichberechtigte Teilhabe für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Behinderungen und Krankheiten, für Menschen aus unterschiedlichen Kulturen, für Menschen mit unterschiedlichen Religionen und Lebensweisen einsetzen.

„Wir verstehen Vielfalt als Bereicherung und lehnen jegliche Ausgrenzung ab“, sagt die neu gewählte Vorsitzende des Teilhabebeirats, Anne Ostendorf. Es gebe viele Themen, die angegangen werden müssten. Die Themen sind schwerpunktmäßig unter den Mitgliedern verteilt. Amal Shihada und Meike Buchholz, selber Mutter eines dreijährigen Sohnes mit einer Behinderung, haben besonders die Belange von Familien mit einem behinderten Kind im Blick.

Marktplatz

Malte Krieter wurde zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt und vertritt gemeinsam mit Anne Berkenheide, Hubert Lülf und Wolfgang Heite die Perspektive von Menschen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind.

Die Verbindung zum VdK hält dessen Ortsverbands-Vorsitzender Martin Olbrich. Im Vorstand des Teilhabebeirats hat er die Aufgabe des Kassierers übernommen. Neue Schriftführerin ist Walburga Halbrügge-Schneider. Sie hebt die berufliche und persönliche Fachkompetenz der Mitglieder hervor. „Mit Dorothee Schless-Grewe arbeitet eine Architektin in unseren Reihen, die uns die – für Laien oft schwer lesbaren – Pläne „übersetzt und auf Inklusivität überprüft“. Mit Roman von Janta Lipinski arbeitet auch ein Vater mit, der eigene Erfahrungen und kreative Ideen einbringt. „Wir sind ein gutes Team und freuen uns über jeden, der bei uns mitarbeiten möchte“, sagt Anne Ostendorf.

Boakenstiege

Zunächst geht es um die Nachbesserung des Marktplatzes. Erste Schritte sind auf den Weg gebracht. So hatte Bürgermeister Karl Reinke zu einer Videokonferenz mit dem Architekten des Marktplatzes, Prof. Rainer Sachse, eingeladen. Der Teilhabebeirat traf in dem Gespräch auf offene Ohren. Dorothee Schlees-Grewe hatte eine Rampe entworfen, die den Vorstellungen des Teilhabebeirats entspricht. Sachse bewertete den Entwurf als gut umsetzbar und legte auch zwei eigene Entwürfe vor. Er wurde gebeten, für alle drei Optionen Modelle zu entwickeln, die dann dem Teilhabebeirat und der Politik zur Genehmigung präsentiert werden sollen.

Zudem brachte Karl Reinke die Pläne für die Umgestaltung der Boaken­stiege mit, die ab Mitte Mai gesperrt wird. Dort konnte der Teilhabebeirat wichtige Anregungen für Verbesserungen für geh- und sehbeeinträchtigte Menschen, aber auch für Kinder und Familien geben. Wichtig war allen eine Tempobegrenzung auf der gesamten Boakenstiege – mindestens bis zur Alten Post. In dieser Sache wird sich der Teilhabebeirat an die Bezirksregierung wenden.

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