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Mitgliederversammlung der Grünen

Werner Schneider an der Spitze

Altenberge

Werner Schneider wurde zum neuen Vorsitzenden der Altenberger Grünen gewählt. Er folgt auf Heinz Beckmann, der die Partei nach der Kommunalwahl kommissarisch führte. Zuvor stand Bürgermeister Karl Reinke an der Spitze der Grünen.

Martin Schildwächter

Ist gut gelaunt: Werner Schneider, der neue Vorsitzende der Grünen. Rechts im Hintergrund ist ein Plan zur Bebauung des Bahnhofshügels zu sehen. Links hängt ein Plakat, auf dem das Wahlergebnis der Altenberger Grünen bei der Europawahl 2019 zu sehen ist. Foto: mas

Werner Schneider ist gut gelaunt. Kein Wunder, wenn er auf die zurückliegenden Monate der Altenberger Kommunalpolitik blickt: Erstmals haben die Grünen seit dem vergangenen Herbst mit Karl Reinke einen Bürgermeister aus ihren eigenen Reihen an die Spitze des Rathauses gehievt. Da dieser bis dahin Vorsitzender des Grünen-Ortsverbandes war, musste zunächst eine Übergangslösung an der Spitze der Grünen her. Den Posten übernahm kommissarisch Heinz Beckmann. Doch das sollte und war nicht auf Dauer angelegt. Während der jüngsten Mitgliederversammlung der Grünen, die in digitaler Form stattfand, wurde ein neuer Vorstand gefunden. Und damit zurück zur guten Laune: Zum neuen Vorsitzenden wurde Werner Schneider gewählt.

23 Mitglieder

Mit dieser Wahl setzen die 23 Mitglieder auf das Urgestein der Grünen, das seit rund 30 Jahren in Altenberge kommunalpolitisch aktiv ist. Bis zur Kommunalwahl 2020 war der 67-jährige ehemalige Berufsschullehrer Fraktionsvorsitzender im Gemeinderat. Diesen Posten hat er zwar mittlerweile abgegeben, doch als derzeitiges Ratsmitglied bringt er nach wie vor seine jahrelange Erfahrungen ein.

Gewählt wurde nicht nur Werner Schneider: Zum Beisitzerteam gehören Katja Rex, Anke Söker, Wilhelm Conrads und Dieter Draht. Kassierer bleibt Heinz Beckmann.

Bundestagswahl

In den kommenden Monaten geht es für die Mannschaft um Werner Schneider darum, den Bundestagswahlkampf vor Ort zu organisieren. „Wir haben ein volles Programm“, so der 67-Jährige und hat dabei auch schon die Landtagswahl am 15. Mai 2022 vor Augen.

In der kommunalpolitischen Arbeit vor Ort möchte Schneider unter anderem die Arbeit mit dem BUND und dem Nabu „noch optimieren“. Auch mit anderen Vereinen oder der Landwirtschaft möchten die Grünen die Gespräche suchen, die „bereits ganz gut laufen“, sagt Schneider. „Man muss miteinander und nicht gegeneinander arbeiten“, so der neue Grünen-Vorsitzende. „Und dafür stehen die Zeichen ganz gut.“

Des Weiteren kann sich Schneider vorstellen, mit den Ortsverbänden aus Nordwalde und Laer künftig enger zusammen zu arbeiten. Zudem habe er vor Ort keine Berührungsängste mit anderen Parteien. Schneider: „Einige große Projekte sind schließlich noch zu stemmen.“

Bahnhofshügel

Mit Blick auf die Diskussion zur Bebauung des Bahnhofshügels sagt Schneider: „Jede Entwicklung stößt zunächst auf Widerstände.“ Noch sei allerdings der Bebauungsplan „nicht endgültig festgelegt“.

Neben den klassischen grünen Themen wie Klima- und Umweltschutz, „schauen wir auch über den Tellerrand hinaus“, erläutert Schneider im Gespräch mit unserer Zeitung und meint damit, dass auch die Sozial- und Friedenspolitik weiterhin wichtiger Bestandteil in der Arbeit der Altenberger Grünen ist.

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