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Prozess um Brandstiftung

Zum Auftakt kaum neue Erkenntnisse

Altenberge

Nach eineinhalb Stunden war der erste Prozesstag vorbei: Angeklagt ist ein 47-jähriger Mann, der im vergangenen Jahr in seiner Wohnung Feuer gelegt haben soll.

jaf

In diesem Mehrfamilienhaus soll ein 47-jähriger Mann aus Altenberge im vergangenen November Feuer gelegt haben. Vor dem Landgericht in Münster begann nun der Prozess. Foto: mas

Zu Beginn gab es nur wenige neue Erkenntnisse: Ein halbes Jahr nach dem Wohnungsbrand in der Straße „Zur Quelle“ ist nun der Prozess gegen den 47-jährigen Angeklagten vor dem Landgericht Münster gestartet. Der Altenberger soll im November des letzten Jahres in seiner Mietwohnung Feuer gelegt haben. Dabei habe er auch die sieben weiteren sich im Haus befindlichen Mieter in Lebensgefahr gebracht, sodass ihm neben besonders schwerer Brandstiftung auch versuchter Mord vorgeworfen wird.

Rechtsanwalt

In der eineinhalbstündigen Auftaktsitzung ließ sich der Angeklagte über seinen Anwalt nur kurz zur Sache ein. Er erklärte dabei, dass er das Feuer gelegt habe, um selbst aus dem Leben zu scheiden. Als Grund gab er eine psychische Erkrankung an. Daher geht auch die Staatsanwaltschaft von einer verminderten Schuldfähigkeit aus, sodass sie in der Anklage die Unterbringung des Angeklagten in einem psychiatrischen Krankenhaus beantragt hatte.

Psyche

Der Beschuldigte soll laut Anklage in der Tatnacht auf der Matratze seines Bettes sowie an zwei weiteren Stellen seiner Wohnung Benzin vergossen und anschließend Feuer gelegt haben. Durch den Alarm der Rauchmelder seien die anderen Mieter jedoch frühzeitig alarmiert worden. So habe auch die Feuerwehr rechtzeitig anrücken können, um ein Übergreifen des Feuers auf die weiteren Wohnungen zu verhindern. Da der einzige Fluchtweg aber bereits versperrt gewesen sei, hätten die weiteren Bewohner erst durch die Hilfe der Feuerwehr das Haus verlassen können.

Der Angeklagte selbst habe sich zunächst in seiner Wohnung eingeschlossen, sei dann aber mit seinem Auto geflüchtet und musste polizeilich gesucht werden. Fortgesetzt wird das Verfahren am Donnerstag (20. Mai). Dann sollen unter anderem erste Nachbarn sowie Polizisten, die früh am Tatort eintrafen, aussagen. Außerdem soll es verstärkt um die psychischen Probleme des Angeklagten gehen.

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