„Beat-Club-Festival-Circus 2021“ im Zelt

Gute Musik im Dreier-Pack

Greven

Die Mitglieder des Beatclubs hoffen auf ein Ende der Corona-Beschränkungen und haben ein Festival im „Zirkus-Zelt“ mit 1000 Zuschauern im September geplant. Die Musik an drei Abenden soll von Rock über Jazz bis hin zum Unplugged-Konzert mit vier Bands reichen.

Peter Beckmann

Nein: Weder Ralf Wietkamp (links) noch Albert Sahle haben den Scherif im Bild hinten erschossen. Das war bekanntlich Eric Clapton. Aber: Die beiden und ihre Mitstreiter vom Beatclub haben das „Beat-Club-Festival Circus 2021“ organisiert. Foto: Peter Beckmann

Einen lockeren Spruch hat Albert Sahle, seines Zeichens Vorsitzender des Beatclubs, ja immer auf den Lippen. „Corona kann uns mal“, sagt er und lacht süffisant. Nein, so locker sieht er das natürlich nicht. Aber er denkt positiv und ist sich sicher, dass im Oktober wieder alles halbwegs normal läuft. Deshalb freuen sich Sahle, sein Stellvertreter Ralf Wietkamp und die vielen anderen Mitglieder des Beatclubs auf das hauseigene Festival am 10. Oktober.

„Beat-Club-Festival-Circus 2021“ nennt sich das Ganze und verspricht viel, viel Musik vom Feinsten. Und, das ist neu, es findet nicht mehr hinter dem Deich auf der Greven-an-die-Ems-Fläche statt, sondern geht im großen Zelt über die Bühne, das jenseits des Hallenbades diesseits des Deiches stehen wird.

Doch vorher noch ein Wort zu Corona, bevor die Musik vorgestellt wird. „Wir werden für das Festival kein Hygiene-Konzept vorlegen, es gibt keinen Maskenzwang, es gibt keinen Mindestabstand“, sagt Sahle mit Bestimmtheit. Sollte das nicht klappen, werde das Festival abgesagt. „Ein Musikfestival mit Abstand und Maske geht gar nicht.“

Aber er ist sich ziemlich sicher, dass es klappt. „Ich habe an höchster Stelle nachgefragt. Die Experten sind sich sicher, dass bis dahin wieder als normal laufen kann. Im September wird ja schließlich gewählt“, sagt er mit einem verschmitzten Lachen. Na ja, sein Wort in Gottes Gehörgang.

Ein bisschen hat Corona aber doch natürlich mitgespielt. Das Festival war ursprünglich für den August geplant, wurde aber vorsichtshalber weiter nach hinten gelegt. „Mit einem Zelt ist das ja auch kein Problem, da sind wir wetterunabhängig“, sagt Ralf Wietkamp.

Wir man den Beatclub kennt, werden keine halben Sachen gemacht. Das Zelt wird rund 1000 Quadratmeter Fläche haben und rund 1000 Zuschauern Platz bieten – „ohne, dass es eng wird“, erklärt Sahle.

Das Festival selbst geht über drei Tage. Am Freitag (8. Oktober) stehen mit Sweety Glitter & The Sweathearts alte Bekannte auf der Bühne des Beatclub-Zirkuszelts. „Die stehen für gute Musik aus den kreativen 70’ern und werden die Bühne rocken“, schwärmt Wietkamp.

Der Samstag (9. Oktober) steht ganz im Zeichen der Könige des Jazzrock. Blood, Sweat & Tears stehen seit 50 Jahren auf der Bühne und die Liste der Musiker, die in dieser Kapelle aktiv waren, ist genau so eindrucksvoll wie lang.

Am Sonntag (10. Oktober) wird es unter dem Motto Beat Club goes unplugged dann ein wenig ruhiger. Mit den Beat Club Singers, Stefanie Hempel (Beatles-Songs), dem Graceland-Duo (Simon & Garfunkel) und schließlich mit der Gruppe Reggatta De Blanc (Police und Sting) stehen gleich vier Highlights auf dem Programm.

„Wir wollten vielen unterschiedlichen Zielgruppen gute Musik anbieten und sind uns sicher, dass das Zelt an jedem Abend – vor allem nach der Corona-Enthaltsamkeit – voll sein wird“, sagte Sahle. Und er ist sich sicher, dass dieses Festival kein Ein-Mal-Erlebnis wird. „Wir betreiben einen enormen Aufwand, so etwas zu organisieren. Und nicht nur deshalb wird dieses Zelt-Festival sicherlich eine Dauer-Geschichte werden.“

Und so löst eine Veranstaltungsform eine andere ab.

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