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Politik bekennt sich zum Beach – und zum Naturschutz

Miteinander von Natur und Naherholung

Greven

Die Politik hofft. Im Grevener Rat waren alle Fraktionen dafür, den Beach für seine kulturelle Nutzung zu erhalten.

Oliver Hengst

Der Beach ist in den Sommermonaten ein Lieblingsort der Grevener Bevölkerung. Foto: Jannis Beckermann

„Hoffnungsvoll“ ist Christa Waschkowitz-Biggeleben (CDU), Vorsitzende des Ausschusses für Stadtentwicklung, „dass wir ein verträgliches Miteinander hinkriegen“. Erfreut nahm sie die Einstimmigkeit zur Kenntnis. „Das sieht sehr gut aus.“ Sie dankte ausdrücklich Bürgermeister Aden für sein Engagement in dieser Sache.

„Der Beach gehört zu Greven und war immer ein Teil der Stadt“, sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Johannes Hennigfeld. Nur stießen dort leider „zwei Welten aufeinander“. Die Argumente der Naturschützer könne man „ja auch nachvollziehen, aber es darf ja nicht dazu führen, dass wir da einen hohen Zaun drum ziehen und sagen: das war`s. Dazu darf es nicht kommen. Im Dialog muss es uns doch gemeinsam gelingen, ein raumverträgliches Miteinander von Natur und Naherholung in Einklang zu bringen.“ Deshalb brauche es in Abstimmung mit allen (!) Beteiligten einen Masterplan Emsaue.

Grüne im Boot

Für die Grünen erklärte Dr. Henning Brockfeld, dass man das Vorgehen der Stadt voll unterstütze. Gleichwohl müsse man zur Kenntnis nehmen, „dass wir in den vergangenen Jahren an vielen Stellen nicht so genau hingesehen haben.“ Von der Stadt wünscht er sich insgesamt mehr Engagement beim Durchsetzen der Regeln für die Emsaue. Unangeleinte Hunde zum Beispiel „gehen gar nicht“.

Dr. Christian Kriegeskotte (SPD) sprach sich – und damit war er nicht allein – dafür aus, andere Bereiche menschenfrei zu halten und sie somit der Natur zu überlassen und dafür den Beach so weit wie möglich zu erhalten. „Genau das ist das Ziel“, sagte Gutachter Wolfgang Kerstan.

Keine Festlegung

Moritz Hauschild (Linke) erkundigte sich, ob man die Erfolgsaussichten einschätzen könne oder ob man „wie auf hoher See und vor Gericht in Gottes Hand“ sei? Kerstan wollte sich da nicht festlegen. Der Bürgermeister ist jedoch grundsätzlich optimistisch, dass man etwas erreichen könne – gleichwohl nicht alles, was man sich wünsche, denn auch den Behörden seien Grenzen gesetzt. Man werde den Kreis mit dem Antrag auf Änderung des Landschaftsplanes ja auch nicht überraschen. „Wir stehen seit Monaten im Gespräch.“ Der Kreis habe signalisiert, dass man Greven nicht am langen Arm verhungern lassen wolle.

Ulrich Stratmann (Unser Greven): „Wir werden sie, Herr Bürgermeister, in der dieser Sache auf jeden Fall unterstützen. Wir ziehen da voll mit und bedanken uns, dass es in dieser Sache endlich vorangeht.“

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