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Besitzer Ralf Arning stellt die Pläne im Bauausschuss vor

„Tante Toni“ weicht Wohnbebauung

Horstmar-Leer

Weil sie keinen Pächter für die Gaststätte „Tante Toni“ an der Dorfstraße in Leer gefunden hat und das Gebäude sich baulich in einem schlechten Zustand befindet, hat sich Familie Arning für den Abriss entschieden. Die Pläne für die nachfolgend geplante Wohnbebauung stellte Ralf Arning während der jüngsten Sitzung des Bauausschusses vor.

Franz Neugebauer

So sehen die Pläne für die künftige Wohnbebauung an der Dorfstraße in Leer aus Foto:

Was viele befürchtet haben, wird jetzt wahr: die bekannte Traditions-Gaststätte „Tante Toni“ wird abgerissen und weicht einer Wohnbebauung. Diese Mitteilung machte Besitzer Ralf Arning den Mitgliedern des Ausschusses für Bauen, Planen, Stadtentwicklung, Klima und Mobilität in der jüngsten Sitzung. Ausschussvorsitzender Ludger Hummert bedankte sich beim Besitzer für die umfangreiche Information. Durch diese werde Klarheit für das Areal geschaffen, über das bisher nur gerüchteweise diskutiert worden sei.

Mit dem Abriss endet eine lange Epoche der Gastronomie im kleinen Ortsteil Leer. Der erste polizeiliche Erlaubnisschein zum Betrieb einer Gastwirtschaft datiert aus dem Jahr 1889, wurde vom damaligen königlichen Landratsamt in Burgsteinfurt erteilt. Diese wurde über sehr viele Jahre von der Familie Greving/Horstmann betrieben.

Im Jahr 2003 erwarben Ralf und Inge Arning das Anwesen, nachdem der vorherige Besitzer aus finanziellen Gründen die Kneipe aufgeben musste. Immer wieder wechselten die Pächter des Anwesens. Nun steht die Gastwirtschaft bereits seit geraumer Zeit leer.

„Ich habe immer wieder versucht, Pächter zu finden. Es ist mir aber leider nicht gelungen“, bedauerte Ralf Arning. Mit ein Grund für den Abriss sei aber der sehr schlechte bauliche Zustand des Gebäudes, angefangen vom undichten Dach bis hin zu den sanitären Anlagen. „Schweren Herzens hat sich die Familie für den Abriss entschieden“, schilderte Ralf Arning die gegenwärtige Situation.

Wenn alles nach Plan laufe, werde es am Ende des Jahres eine Abrissparty geben und dann werde gebaut. Zur Disposition stehen zwei Baukörper und zwar im unmittelbaren Anschluss an das Haus von Möllerfeld und ein größeres Bauwerk am Standort der jetzigen Gaststätte, ein wenig nach Süden abgesetzt.

Mit dem Baukörper bei Möllerfeld erfülle man eine alte Bauauflage, hat Ralf Arning erfahren. Dort stand früher einmal die Gemeindeverwaltung. Bei deren Abriss verpflichteten sich die Familien Möllerfeld und Horstmann zu baulichen Investitionen, die allerdings nur von der Familie Möllerfeld umgesetzt wurden. Dieses neue Gebäude soll für medizinische Zwecke genutzt werden, im oberen Bereich sind Wohnungen vorgesehen. Das Hauptgebäude sieht insgesamt zehn Wohneinheiten vor.

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