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Bepflanzung auf Sporthalle und Jugendzentrum absorbiert elf Tonnen CO2

Bald grünt es auf dem Dach

Ladbergen

Auf knapp 2300 Quadratmetern Dachfläche wird es in den kommenden Wochen grünen und blühen. Um Ostern herum seien die Pflanzen auf der Sporthalle II, den Nebenräumen sowie dem Jugendzentrum eingesät worden, weiß Klimaschutzmanagerin Alexandra Kattmann. Jetzt heißt es warten.

Dietlind Ellerich

In der Substratschicht zwischen den neuen Lichtkuppeln werden bald Moose und Sedumpflanzen Foto: Gemeinde Ladbergen

Auf knapp 2300 Quadratmetern Dachfläche wird es in den kommenden Wochen grünen und blühen. Um Ostern herum seien die Pflanzen auf der Sporthalle II, den Nebenräumen sowie dem Jugendzentrum eingesät worden, weiß Klimaschutzmanagerin Alexandra Kattmann. Jetzt heißt es warten. Und auch wenn von unten nichts von dem, was oben kreucht und fleucht zu sehen sein wird, liegen die Vorteile der Begrünung eines Flachdachs auf der Hand.

Die Dachhaut werde durch die Bepflanzung besser vor UV-Strahlen geschützt und deshalb nicht so schnell spröde, sagt Kattmann mit Blick auf eine längere Lebensdauer. Außerdem speichere das bepflanzte Dach Regenwasser, was für den Fall von Starkregen auch die Kanalisation entlaste, zählt sie weiter auf. „Es kühlt an heißen Tagen und sorgt somit für ein besseres Mikroklima“, macht sie deutlich, dass kein „Wärme-Hotspot“ entsteht.

Hinzu kommt, dass oben in luftiger Höhe ein Biotop entsteht, in dem sich Insekten und andere Tiere wohlfühlen. Das Gründach sorge aber nicht nur für mehr Artenvielfalt, sondern auch dafür, dass rund elf Tonnen Kohlendioxid absorbiert würden, führt Alexandra Kattmann weiter aus.

Die Sanierung des Flachdachs der Ende der 1970er Jahre gebauten Sporthalle war notwendig, weil es an einigen Stellen undicht war und die Dämmung nicht den heutigen Standards entsprach. Die Maßnahme inklusive der extensiven Begrünung ist ein Baustein des Sanierungskonzeptes der Grundschule und der Sporthalle II und passt laut Kattmann hervorragend zum Integrierten Klimaschutzkonzept der Gemeinde Ladbergen. In den vergangenen Jahren waren die Grundschule saniert, die Innenbeleuchtung auf LED umgestellt und die Pelletheizung um eine Gastherme zu einem gemeinsamen Nahwärmenetz erweitert worden. Im Rahmen der Dachsanierung wurden auch die Lichtkuppeln auf den Dächern ausgetauscht. Die neuen Kuppeln lassen nicht nur viel natürliches Tageslicht hinein, sondern verfügen auch über Entrauchungslamellen, die im Brandfall automatisch aktiviert werden, lobt Alexandra Kattmann die Konstruktion.

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