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„Musik aktiv“ beantragt Überlassung von zwei Klassenzimmern

Ausschuss will das Raumkonzept abwarten

Laer

Weil die Gemeinde die Räume im Altbau der Grundschule künftig vermutlich selbst benötigt, hat der Ausschuss für Schule, Bildung und Sport während seiner jüngsten Sitzung den Antrag der Musikschule „Musik aktiv“ auf Überlassung zweier Klassenräume dort abgelehnt.

Sabine Niestert

Mit neun Stimmen hat der Ausschuss für Schule, Bildung und Sport den Antrag von „Musik aktiv“ zur Überlassung von zwei Klassenräumen im Altbau der Grundschule während seiner jüngsten Sitzung mit dem Verweis auf Eigenbedarf abgelehnt.

Sobald der neue Anbau fertiggestellt sei, werde es ein Raumkonzept geben, dem die CDU nicht vorgreifen wolle, begründete Margarete Müller die ablehnende Haltung der Christdemokraten. Ähnlich sah das Sabine Schulte von der SPD, die zudem darauf hinwies, dass die private Musikschule gewinnorientiert arbeite. „Was ist, wenn Vereine nach Räumlichkeiten suchen?“, fragte sie. Dass die Grünen dem Antrag grundsätzlich positiv gegenüberständen, erklärte deren Sachkundiger Bürger, Lorenz Danzer. Allerdings wollten auch sie die Fertigstellung des Raumkonzepts abwarten. Die kommissarische Schulleiterin, Sylvia Beyer, betonte, dass die Schule auf Dauer selbst weitere Räume benötige.

Wie die Verwaltung in einer Stellungnahme zu bedenken gibt, soll der Altbau der Schule grundsätzlich vornehmlich schulischen Zwecken vorbehalten sein. So könnten es steigende Schülerzahlen notwendig machen, dass man auf diese Räumlichkeiten zurückgreifen müsse. Auch Belange der Gemeinde bei kurzfristigem Raumbedarf, wie beispielsweise Unterbringung eines Kindergartens oder Rückkehr der Wunderlandgruppe in den Altbau der Grundschule, gelte es im Nutzungsvertrag zu berücksichtigen. Schon deswegen könne die Gemeindeverwaltung keine langfristige Perspektive zum Verbleib in diesen Räumlichkeiten eröffnen.

Wie groß die Raumnot von „Musik aktiv“ ist, geht aus dem Antrag der Musikschule hervor. Diese beschäftigt zurzeit zehn Lehrer, die insgesamt an 13 Tagen unterrichten. Ginge man von fünf Unterrichtstagen in der Woche aus, benötige man dafür insgesamt drei Räume. Ensemble-Proben, wie die des Frauen-, Jugend- und Kinderchors benötigten mehr Platz, als es für den Einzelunterricht erforderlich sei. Die Klassenräume in der Schule hätten dafür eine optimale Größe, argumentiert der Antragsteller, der weiter zu bedenken gibt, dass gewisse Anschaffungen nur Sinn machten, wenn man eigene Räume zur Verfügung habe. Das sei in der Corona-Situation unerlässlich.

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