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Bekommt Hohne wieder eine Brücke für Fußgänger und Radfahrer?

„Weiterer Entscheidungsprozess“ im Herbst

Lengerich

Inzwischen sind über zweieinhalb Jahre vergangen, dass in Hohne Fußgänger und Radfahrer die Brücke unweit des Bahnhofs nutzen konnten. Dann wurde sie zunächst gesperrt und später abgerissen. Die Entscheidung, ob es einen Nachfolgebau gibt, lässt auf sich warten. Nach Angaben der Stadt ist im Herbst mit Fortschritten bei dem Thema zu rechnen.

Paul Meyer zu Brickwedde

Bis zum August 2018 konnte die Brücke in Hohne von Fußgängern und Radlern genutzt werden. Foto: Paul Meyer zu Brickwedde

Wann ist mit einer Entscheidung zu rechnen, ob in Hohne wieder eine Brücke für Fußgänger und Radfahrer gebaut wird oder nicht? Diese Frage stellten die WN in dieser Woche der Stadtverwaltung. Die Antwort lässt nicht unbedingt darauf schließen, dass über zwei Jahre nach dem Abriss des alten Bauwerks mit einem schnellen Beschluss zu rechnen ist. „Die Zielstellung der Verwaltung ist es, im Laufe des Herbst mit der Lokalpolitik den weiteren Entscheidungsprozess abzustimmen“, heißt es in der Stellungnahme an die Lokalredaktion.

Rückblick: Im August 2018 werden bei einer Überprüfung erhebliche Mängel an der rund 45 Jahre alten Brücke festgestellt, sie wird umgehend gesperrt. Wirklich überraschend kommt das nicht. Hatte der Fachdienst Straßenbau doch schon ein paar Jahre auf den schlechten Zustand des Bauwerks hingewiesen und festgestellt, dass eine Sanierung teurer würde als ein Neubau.

Der Abriss folgt Ende März 2019. Es bleiben nur die Brückenpfeiler stehen. Bereits in den Monaten zwischen beiden Ereignissen beginnt eine intensive Debatte über das Thema. Anfang Mai spricht sich der Planungsausschuss dafür aus, dass die Verwaltung Planungen für einen Neubau vorbereitet. Eine Entscheidung pro oder kontra fällt jedoch nicht, stattdessen spricht sich die Lokalpolitik dafür aus, erst 2021 zu beschließen. So stehen im aktuellen Haushalt auch die entsprechenden Mittel für die Planung bereit.

Was vor allem die Hohner wollen, wird schnell deutlich. Bei einer Umfrage der WN spricht sich im Herbst 2018 eine klare Mehrheit für einen Neubau aus. Ende Juni 2019 werden Bürgermeister Wilhelm Möhrke Listen mit über 1000 Unterschriften übergeben, verbunden mit der Forderung nach einer neuen Brücke. Kurz zuvor hatte die Stadt mitgeteilt, was das Vorhaben kosten könnte: rund eine Million Euro.

Neuere Zahlen gibt es bislang keine, so die Verwaltung gegenüber den WN. Weiter wird festgestellt: „Hinsichtlich der Brücken im Stadtteil Hohne über der DB-Bahnlinie liegt die Priorität in der Sanierung/Erneuerung der Brücke Hohner Damm, die in diesem Jahr beginnen soll. Danach wird mit der Sanierungsplanung an der Brücke Hohner Mark begonnen. Parallel hierzu werden die vorliegenden Planungsvarianten, weitere Planungsideen und Fördermöglichkeiten für einen möglichen Neubau der Fußgängerbrücke in Hohne ergebnisoffen weiter forciert.“

Ob die Verwaltung in die weiteren Gespräche mit einer Empfehlung für oder gegen einen Neubau gehen wird? Dazu heißt es: „Die Position der Verwaltung zur Fußgängerbrücke in Hohne wird zunächst der Lokalpolitik dargelegt, wobei Presse und Öffentlichkeit dann dahingehend informiert werden. Dabei sind die Gesichtspunkte Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und alternative Möglichkeiten der Nahmobilität zu Fuß und per Rad miteinander abzuwägen.“

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