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Heckentheater Kattenvenne

Gärten ergänzen Theater und Musik

Lienen-Kattenvenne

Im Münsterland gibt es nicht nur viele beeindruckende Schlossgärten. Eine ganze Reihe weiterer Grünanlagen lädt zum Besuch ein und zu ungewöhnlichen Einblicken und Erlebnissen. Das schreibt der Verein Münsterland zu seiner neuen Broschüre „Gärten und Parks 2021“.Damit wird nicht zu viel versprochen, das wird nach einem Blick in das Informationspapier deutlich. Darin ist von „Kräuter- und Bauerngärten“ die Rede. Dem Ortskundigen fällt natürlich sofort das Heckentheater Kattenvenne ein.

Michael Baar

Blick in den Gartenbereich des Heckentheaters mit der Sonnenuhr. Foto: Wilhelm Schmitte

Im Münsterland gibt es nicht nur viele beeindruckende Schlossgärten. Eine ganze Reihe weiterer Grünanlagen lädt zum Besuch ein und zu ungewöhnlichen Einblicken und Erlebnissen. Das schreibt der Verein Münsterland zu seiner neuen Broschüre „Gärten und Parks 2021“.

Damit wird nicht zu viel versprochen, das wird nach einem Blick in das Informationspapier deutlich. Darin ist von „Kräuter- und Bauerngärten“ die Rede. Dem Ortskundigen fällt natürlich sofort das Heckentheater Kattenvenne ein. Es verfügt seit vielen Jahren über einen Bauerngarten, der sich eng an die Vorbilder aus vergangenen Jahrzehnten anlehnt. Doch die mit niedrigem Buchsbaum eingefassten Beete sind in der Broschüre nicht zu finden.

Ein schneller Blick über den Buchsbaum zeigt, dass es sich nicht um einen Gemüsegarten handelt, sondern um eine Anlage in Anlehnung an alte Kloster- und Apothekergärten. Verschiedene Heilpflanzen wachsen dort. Ein gesonderter Teil ist mit Rosen bepflanzt worden, die in unterschiedlichen Sorten den Weg durch die Zeit darstellen.

Bei einem Gang über das Gelände bleiben Besucher unwillkürlich im Wassergarten stehen oder nehmen Platz in einer der Hainbuchen-Lauben. Der Blick schweift über die Wasserbecken auf unterschiedlichen Ebenen sowie die sie einrahmenden Gräser, Farne und Sumpfgewächse. Und dann ist da noch der Arzneipflanzen-Garten. Dessen Besonderheit: Er ist als überdimensionale Figur gestaltet, bei der die Pflanzen an den Stellen gesetzt worden sind, an denen sie Wirkung im Körper entfalten.

Namensgeber für die Anlage am Jagdweg ist allerdings das Theater. Ursprünglich nur als Freilichtbühne konzipiert, ist es vor fünf Jahren um ein Bühnenhaus ergänzt worden. Die Corona-Krise hat allerdings im vergangenen Jahr alle Planungen für Veranstaltungen über den Haufen geworfen.

In diesem Jahr ist, auf Initiative des Freundeskreises des Heckentheaters, das Projekt „Nachhaltigkeit im Heckentheater“ aufgelegt worden (WN berichteten). Und auch andere Veranstaltungen sollen – sofern es die Pandemie zulässt – wieder stattfinden. Zum Auftakt soll am 30. Mai die Gruppe „Strauspier“ auftreten. Die Freunde der plattdeutschen Sprache sind ebenso Stammgäste am Jagdweg wie die Band „Hootin‘ the Blues“. Mit der soll es bei einer Sonntagsmatinee am 27. Juni ein Wiedersehen und -hören geben.

Kontakt:  0 54 84/96 15 96, www.heckentheater@t-online.de.

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