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Neue Blühstreifen eingesät

Ideales Wetter für die Grünarbeit

Metelen

Metelens Wegbegrenzungen werden wieder bunt. Dafür sorgt Thomas Wolbeck. Der Lohnunternehmer sorgt mit seiner selbst entwickelten Umkehrfräse mit Säeinheit im Auftrag der Gemeinde dafür, dass in sechs bis acht Wochen die Blühstreifen in allen Farben leuchten.

Alex Piccin

Lohnunternehmer Thomas Wolbeck sät im Auftrag der Gemeinde Metelen Blühstreifen ein. Dabei nutzt er eine selbst entwickelte Umkehrfräse mit Säeinheit. Foto: Alex Piccin

Das derzeitige Schmuddelwetter macht Thomas Wolbeck gar nichts aus, im Gegenteil: Er findet es sogar ideal. Natürlich spricht er in diesem Fall nicht als Privatperson, sondern als Lohnunternehmer, der von der Gemeinde Metelen beauftragt worden ist, Blühstreifen einzusäen.

„Wir haben mit den feuchten Bodenverhältnissen aktuell sehr gute Voraussetzungen“, sagt Wolbeck. Die Samen sät er nicht per Hand aus, sondern nutzt dafür schweres Gerät, das das Lohnunternehmen selbst entwickelt hat: eine an einem Seitenarm am Trecker montierte Umkehrfräse mit direkter Säeinheit. Der Vorteil ist, dass dadurch auch schwer zugängliche Bereiche in Böschungen und Neigungen einfach erreicht werden. Andere Maschinen kämen da schnell an ihre Grenzen.

Die Fräse lockert den Boden zunächst auf. Foto: Alex Piccin

Aus einem Behälter wird das Saatgut per Luftstrom zwischen die Fräse auf den Boden befördert. Eine Walze drückt die Samen anschließend an, damit sie keimen können. Für die Bewässerung sorgt derzeit die Natur. Besser geht es nicht, meint Wolbeck.

Die einjährige, hochwachsende Blühmischung enthält etwa 30 Blumenarten wie zum Beispiel Punkwindeln, Goldmohn, Kornblumen oder auch Sonnenblumen. Eine Düngung ist nicht notwendig. Je nach Witterung und Blume könnten in sechs bis acht Wochen bunte Ergebnisse zu sehen sein.

Anschließend wird das Saatgut eingebracht und in den Boden gewalzt. Foto: Alex Piccin

Bereits im vergangenen Jahr war Thomas Wolbeck im Blühauftrag unterwegs. „Das Ergebnis ist sehr gut angekommen bei der Bevölkerung“, berichtet er. Am Schöppinger Damm, an Teilabschnitten des Radweg entlang der B 70 oder auch am Rohlingweg war oder wird der Lohnunternehmer unterwegs sein. Pro Abschnitt benötigt er circa 30 bis 45 Minuten. Normalerweise kann mit der Einsaat Mitte April begonnen werden: „Das ging dieses Jahr nicht, da es zwischenzeitlich Frost gab.“

Eine Fahrt mit der 1,20 Meter breiten Fräse genüge, um das Saatgut einzubringen, schildert Wolbeck: „Eine zweite Fahrt mache ich trotzdem noch und nur mit aktivierter Walze, damit die Samen mehr Bodenschluss haben.“

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