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Baustellenbesuch im Kita-Gebäude am Schützenwald

Nachhaltiger Neubau für Niara

Metelen

Im Sommer soll die Kita „Niara“, die aktuell in einem Provisorium in der ehemaligen Grundschule untergebracht ist, in einen Neubau am Schützenwald umziehen. Beim Besuch auf der Baustelle wird bereits deutlich, dass sich die Mädchen, Jungen und ihre Erzieherinnen auf ein Gebäude freuen können, das mehr bietet als die Standards, die für Kindergärten vorgeschrieben sind.

Dieter Huge sive Huwe

Heiner Konert ist mit dem Herzen dabei. Der Metelener Investor vertritt seine Tochter Karen, die Bauherrin der Kita ist, und zeigt den rund 100 Quadratmeter großen, kombinierten Bistro und Spielraumbereich der Kita. In Foto: Dieter Huge sive Huwe

Auf der Baustelle brummt es. Handwerker, die ihre Autos vor der fast fertigen Fassade der neuen Kita geparkt haben, geben sich die Klinke in die Hand, schleppen eifrig Material ins Gebäude. Drinnen ist der Estrich bereits durchgetrocknet und die Mitarbeiter etlicher Metelener Fachfirmen sind emsig dabei, dem Rohbau die notwendigen Installationen zu verpassen. Und die haben es in sich.

Heiner Konert vertritt seine Tocher Karen, die Bauherrin des Investitionsobjekts ist, in das bereits in wenigen Monaten die Mädchen und Jungen der Kita Niara umziehen werden. Er hat sich die Zeit genommen, um das Konzept hinter dem Neubau zu erläutern.

„Wir bauen hier nachhaltig und setzen auf die Nutzung regenerativer Energien“, sagt Konert. Beim Blick in den Raum für die Haustechnik, in dem unzählige Elektroleitungen und die Anschlüsse der Klimatechnik zusammenlaufen, wird das augenfällig. Darin stehen zwei Sohlepumpen für Erdwärme, die aus fünf jeweils 120 Meter tiefen Bohrlöchern gewonnen wird, um die Fußbodenheizung zu bedienen. Im Sommer besteht daneben die Möglichkeit, überschüssige Wärme aus den Räumen ins Erdreich zurückzuleiten – Kühltechnik der nachhaltigen Art. Ein armdickes Kabel ist überdies bereits verlegt für den Anschluss einer Photovoltaikanlage, die später auf dem Dach aufgestellt wird.

Optisches Herzstück der neuen Kita ist der zentral gelegene kombinierte Spielraum und Bistrobereich. Durch verschiebbare Trennwände öffnet sich der Trakt in der Mitte des Gebäudes zu beiden Seiten auf maximal rund 100 Quadratmeter Grundfläche hin. „Das hier wird so zugleich zu einem Begegnungsraum für die Generationen“, freut ich Heiner Konert über die vielen Optionen, – bis hin zu Kita-Festen – die das Raumkonzept erlaubt. Im Spielbereich als großzügigstem Part sind bereits die Fundamente für ein Klettergerüst zu sehen.

Rechts vom Eingangsbereich, der einen großen Windfang besitzt und sich in der Folge als Zugang zum Spielplatz fortsetzt, liegen zwei Gruppenräume. Diese verfügen nicht nur über einen separaten Nebenraum, sondern sind dank fast raumhoher Fensterfronten und zusätzlicher Dachkuppeln lichtdurchflutet. Sie sind zum Spielplatz hin ausgerichtet und haben jeweils einen Terrassenbereich, damit auch bei schlechtem Wetter draußen gespielt werden kann.

Großzügige Sanitärräume, die kindgerecht ausgestattet sind, korrespondieren mit den Gruppenräumen auf der anderen Seite des Flures.

Eine dritte Gruppe, die über das exakt gleiche Raumangebot verfügt, findet sich im nördlichen Bereich der Anlage, gleich hinter den Büros der Kita-Leitung und weiteren Funktionsräumen. Diese wäre um Räume für eine zusätzliche Gruppe erweiterbar, erläutert Heiner Konert: „Wir werden diesen Teil des Grundstücks, der dafür reserviert ist, aber zunächst zum Außengelände der Anlage hinzufügen.“

Ganz wichtig sei dem Kita-Träger, der evangelischen Jugendhilfe, dass die Option besteht, frisch zu kochen. Neben dem Bistro entsteht deshalb derzeit eine Küche samt Nebenräumen.

Die Deckenhöhe werde sich noch reduzieren, so Konert. Eine Akustikdecke wird abgehängt. Sie sorgt zusammen mit dem Bodenbelag, der teils korkunterfüttert ist, für ein gemütliches Ambiente. Holzbalken tragen ihr Übriges dazu bei.

Außen ist alles vorbereitet für die Anbringung von Holzpaneelen. Sie brechen die Front der grauen Holzfensterrahmen optisch auf. Und welches Holz wird da genommen: Natürlich Eiche aus dem Münsterland.

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