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Pfarrgemeinde St. Dionysius nutzt die Luca-App

Gottesdienste werden live gestreamt

Nordwalde

Gottesdienste, die regelmäßig live gestreamt werden und die Luca-App kommt zum Einsatz: Die Pfarrgemeinde St. Dionysius treibt die Digitalisierung voran. Wer am Sonntagmorgen nicht in die Kirche gehen kann oder will, kann den Gottesdienst bei Youtube verfolgen.

Vera Szybalski

Die Gottesdienste aus der Pfarrkirche St. Dionysius sonntags um 10.30 Uhr werden künftig regelmäßig bei Youtube live gestreamt. Foto: pdb

Die Digitalisierung in der Pfarrgemeinde St. Dionysius schreitet voran: Zum einen können die Gottesdienste am Sonntagmorgen dauerhaft von zu Hause aus verfolgt werden, weil sie live bei Youtube gestreamt werden. Für alle, die zum Gottesdienst in die Kirche kommen, entfällt zum anderen das Daten eintragen lassen. Denn die Pfarrgemeinde nutzt neuerdings die Luca-App, über die die Daten künftig erfasst werden. Alle, die kein Smartphone besitzen, werden weiter händisch registriert.

Es sei „eher eine feste Gruppe“ von Leuten, die in die Gottesdienste komme, sagt Pfarrer Ulrich Schulte Eistrup. Die Stimmung, nicht zuletzt bei ihm selbst, beschreibt Schulte Eistrup so: „Jetzt hat es vielleicht bald ein Ende, aber man ist immer noch sehr vorsichtig.“ Besonders Beerdigungen mit der reduzierten Teilnehmerzahl auf 30 Personen seien nicht leicht. Wenn manche dann etwa aufgrund einer Corona-Infektion nicht teilnehmen könnten, sei das „manchmal sehr belastend“.

Eine Herausforderung

Im Juni plant die Pfarrgemeinde einen Team-Tag, um zu schauen, welche Angebote sie machen kann und wie es nach den Sommerferien weitergeht. „Das ist sicherlich eine Herausforderung“, sagt Schulte Eistrup, der nach Corona auf einen guten Start auch mit neuen Ideen hofft: „Wo können wir Leute neu ansprechen? Welche neuen Angebote können wir machen? Das ist sicherlich spannend.“

Mit den regelmäßigen Live-Streams der Gottesdienste sonntags um 10.30 Uhr geht die Pfarrgemeinde schon neue Wege. Sie hat jetzt eine festinstallierte Übertragungsanlage. Auf der Orgelbühne steht eine Kamera, die den Kirchenraum aus verschiedenen Positionen aufnehmen kann. Gesteuert wird sie per iPad. „Das ist sehr bedienerfreundlich“, sagt Schulte Eistrup. Es können zum Beispiel relativ einfach Bilder während des Streams gezeigt werden. Die Besucherinnen und Besucher werden in der Kirche darauf hingewiesen, dass gefilmt wird.

„Wir freuen uns, dass die Kamera nicht immer wieder aufgebaut werden muss“, sagt Schulte Eistrup. Dass die Videoübertragungen durchaus gut genutzt werden, hat die Pfarrgemeinde zuletzt schon erlebt: „Die Orgelandacht hat viele erreicht, die in Präsenz nicht kommen würden.“ Etwa weil die Leute weiter weg wohnen.

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