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Ochtruper vor Gericht

36-Jähriger bereut Exhibitionismus

Ochtrup

Ein 36-jähriger Ochtruper musste sich am Montag wegen exhibitionistischen Taten vor dem Amtsgericht Steinfurt verantworten.

Norbert Hoppe

Ein 36-jähriger Ochtruper saß am Montag wegen exhibitionistischer Straftaten Foto: Alex Piccin

An seine exhibitionistischen Taten könne er sich nicht mehr erinnern, weil er wohl ziemlich betrunken gewesen sein müsse, erklärte ein 36 Jahre alter Mann aus Ochtrup vor dem Amtsgericht Steinfurt am Dienstag. Die Staatsanwalt klagte ihn an, sich am 4. Dezember vergangenen Jahres in der Bahnhofstraße mehreren Frauen in schamverletzender Weise verhalten zu haben. Er habe seine Hose geöffnet und durch eindeutige Handbewegungen den Anschein erweckt, zu onanieren. Zwei Frauen, denen sich der Angeklagte auf diese Weise gezeigt habe, sagten übereinstimmend aus, dass sich dieser Tathergang am Nachmittag des besagten Tages zugetragen habe. Eine der Zeuginnen berichtete, dass sie sich in ein nahe gelegenes Textilgeschäft begeben habe, wo andere Kundinnen berichteten, dass sich dieses in deren Gegenwart ebenfalls abgespielt habe und sie sich dadurch sehr belästigt fühlten. Daraufhin wurde die Polizei verständigt, die den 36-Jährigen „ordentlich eingenordet“ habe, wie ein als Zeuge geladener Polizist der Ochtruper Wache aussagte. Gegen Abend, so eine weitere Zeugin, habe sie in der Nähe des Bahnhofs beobachtet, wie der Angeklagte in Gegenwart zweier junger Mädchen ein gleiches Verhalten an den Tag legte. Eine Nachbarin habe die Polizei verständigt, die den Beschuldigten jedoch nicht am Tatort antraf. Auch die Mädchen hatten sich inzwischen entfernt. Bei einer kurzen Suchaktion trafen die Polizei den Ochtruper auf dem Gausebrink an, wo er mit einem Fahrrad in Schlangenlinien unterwegs war. Ein erster Alkoholtest wies aus, dass er stark betrunken war. Eine auf der Polizeiwache veranlasste Blutprobe ergab einen Alkoholgehalt von 2,03 Promille. Im Gerichtssaal bat der Angeklagte die Zeuginnen um Entschuldigung. Er könne sich nicht mehr an das Geschehen erinnern, es tue ihm jedoch sehr leid, was er angerichtet habe. Die glaubwürdige Reue und die Einsicht in sein Fehlverhalten wirkten sich zu Gunsten des verheirateten zweifachen Familienvaters aus. Wegen exhibitionistischer Straftaten, Erregung öffentlichen Ärgernisses und wegen der Teilnahme am Straßenverkehr in fahruntüchtigem Zustand verurteilte ihn die Amtsrichterin zu einer Geldstrafe von 80 Tagessätzen zu je 40 Euro.

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