Kanisterfund an der L 575

ABC-Einsatz: Verfahren wurde eingestellt

Ochtrup

Bei einem Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr mussten am 19. Februar Kanister mit unbekanntem Inhalt aus einer Böschung an der L 575 geborgen werden. Nun hat die Staatsanwaltschaft das Verfahren eingestellt. Die Verantwortlichen seien nicht zu ermitteln.

Anne Steven

Aufwendig barg die Feuerwehr am 19. Februar illegal entsorgte Kanister im Böschungsbereich der L 575. Foto: Martin Fahlbusch

Dieser Feuerwehreinsatz hatte am 19. Februar für Aufsehen gesorgt: Nachdem Mitarbeiter des Baubetriebshofs nach Hinweisen aus der Bevölkerung im Böschungsbereich der L 575 zwischen den Auf- und Abfahrten der B 54 verschiedene Kanister mit möglicherweise illegal entsorgtem Gefahrgut entdeckt hatten, löste die Ochtruper Feuerwehr ABC-Alarm aus.

Aufwendig wurden die Kanister und Behältnisse geborgen. Im Nachgang ermittelte die Polizei. Die Staatsanwaltschaft Münster hat nun aber das Verfahren eingestellt. „Es konnte kein Verantwortlicher ermittelt werden“, erklärte Staatsanwalt Martin Botzenhardt auf Nachfrage der Westfälischen Nachrichten. Fast alle Kanister seien leer gewesen, in einigen wenigen hätten sich flüssige Reste befunden, berichtete Johannes Tiltmann von der Kreispolizeibehörde Steinfurt von den Ermittlungen.

Chemische Testungen an zwei Kanistern mit Restflüssigkeiten, die im Beisein der Polizei durch Mitarbeiter der Firma Kockmann durchgeführt worden waren, ergaben lediglich eine neutrale Reaktion. Die am Fundort geborgenen gelben Säcke waren mit einer Art Dämmwolle gefüllt. Offenbar wurden die Behältnisse schon länger im Freien gelagert und nun an er L 575 entsorgt. „Verkehrstechnisch ist diese Stelle natürlich günstig gelegen“, vermutet Johannes Tiltmann, dass die Verantwortlichen die Kanister und Säcke sozusagen im Vorbeifahren entsorgt haben.

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