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Auf den Hund gekommen

Anmeldung für neue Vierbeiner nicht vergessen

Gronau

In Zeiten der Corona-Pandemie ist die Nachfrage an vierbeinigen Familienmitgliedern sprunghaft angestiegen. Die Anschaffung eines Hundes ist eine langfristige Aufgabe, bei der es auch rechtliche Komponenten zu beachten gibt.

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Der Trend zum Vierbeiner hat im Zuge der Corona-Pandemie einen starken Anstieg erfahren. Nicht vergessen werden sollte dabei die rechtzeitige Anmeldung bei der Stadt Foto: Alex Piccin

Die Corona-Pandemie hat die Nachfrage nach einem vierbeinigen Familienmitglied steigen lassen: Im Jahr 2020 sind nach Angaben des Verbandes für das Deutsche Hundewesen im Vergleich zum Vorjahr 25 Prozent mehr Hunde registriert worden. In Ochtrup blieben die Zahlen dabei relativ stabil beziehungsweise gingen nur minimal nach oben. Eine Anschaffung sollte in jedem Fall gut überdacht und eine Anmeldung der Vierbeiner nicht vergessen werden.

Zahlen in Ochtrup relativ stabil

Wer Besitzerin oder Besitzer eines Hundes geworden ist, sollte unbedingt Folgendes beachten:

  • Anmeldung des Hundes: Der vierbeinige neue Mitbewohner muss innerhalb von zwei Wochen bei der Stadt Ochtrup (Fachbereich I) angemeldet werden. Ein persönlicher Termin ist dafür nicht erforderlich, die Anmeldung kann online oder postalisch erfolgen. Entsprechende Formulare finden sich auf der städtischen Homepage.

Anschließend wird die Steuermarke per Post an die Halterin oder den Halter verschickt. Grundsätzlich darf der Hund außerhalb der Wohnung beziehungsweise des eigenen Grundstücks nicht ohne diese Marke umherlaufen. Sie muss gut sichtbar am Halsband oder ähnlich befestigt sein.

Anmeldung

Für die Anmeldung sind folgende Unterlagen beziehungsweise Daten notwendig: Name, Anschrift und Telefonnummer der Halterin oder des Halters, Datum, seit wann der Hund gehalten wird, Angaben zur Rasse und zur Herkunft des Hundes, der Name des bisherigen Halters oder der Halterin.

  • Hundeführerschein: Bisher ist der Hundeführerschein in NRW nicht verpflichtend. Halterinnen und Halter sogenannter Listenhunde müssen allerdings ihre Sachkunde nachweisen.

Hundesteuer

  • Hundesteuer: Die Besitzerin oder der Besitzer eines Hundes ist steuerpflichtig. Im Regelfall beginnt die Pflicht mit dem ersten Monat der Aufnahme des Hundes. Nach der Anmeldung versenden die städtischen Mitarbeiter einmal jährlich den Steuerbescheid an die Steuerpflichtigen. Die Steuer beträgt jährlich für einen Hund 59 Euro, für zwei Hunde 78 Euro je Tier, für drei oder mehr gehaltene Hunde je 96 Euro. Für sogenannte „gefährliche Hunde“ werden 600 Euro je Tier fällig. Als gefährliche Hunde im Sinne der Vorschrift werden beispielsweise Rassen wie der Pitbull Terrier, American Staffordshire Terrier oder Rottweiler eingestuft.

Befreiung von der Steuer möglich

  • Befreiung von der Hundesteuer: In bestimmten Situationen ist die Hundesteuer nicht zu entrichten. Auf Antrag gewährt die Stadt Och­trup eine Befreiung für Hunde, „die ausschließlich dem Schutz und der Hilfe Blinder, Tauber oder sonst hilfloser Personen dienen“. Dazu zählen beispielsweise auch geprüfte Therapiehunde. Darüber hinaus müssen Halterinnen und Halter sogenannter Gebrauchshunde – dazu würde beispielsweise der Jagdhund eines bestätigten Jagdaufsehers zählen – keine Hundesteuer zahlen.
  • Ermäßigung der Hundesteuer: Die Voraussetzungen und die Höhe der Ermäßigung sind in Paragraf 4 der Hundesteuersatzung aufgeführt. Landwirte können zum Beispiel einen Antrag auf Ermäßigung der Hundesteuer stellen, ebenso Personen, die einen Jagdschein besitzen. Darüber hinaus gewährt die Stadt beispielsweise auch eine Ermäßigung, wenn die Halterin oder der Halter Sozialleistungen erhält. Jedoch gilt dies nur für einen Hund.
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